FANSTORY 2.0 - Wiedersehen macht Freude

  • Dave94 hatte sich mit E36 und Mufuß in einem großen Umweg unbemerkt hinter die Front von Li’s Männern geschlichen. Über ihnen, in zwanzig Metern Höhe lieferten sich E35 und Li ein tödliches Duell, hier, auf dem Boden verwandelten unzählige Geschosse die Luft in ein lebensgefährliches Sieb.
    DAve94 huschte geduckt zum nächsten Stapel, gefolgt von Mufuß und E36.
    „Und jetzt?“ fragte E36 und lugte vorsichtig auf die andere Seite der Halle, wo sich Shengo, LORDI und Kingwitty vorgearbeitet hatten.
    „Jetzt fallen wir ihnen in den Rücken.“ Flüsterte Dave94.
    „Von uns aus kann’s losgehen.“ Meldete sich Kingwitty über die Armbanduhr.
    „Ok. Auf drei!“

    Der Ellebogen stieß mir in den Magen und raubte mir den Atem, gleichzeitig befreite sich Li aus dem Würge griff und verpasste mir einen Tritt in den Bauch. Ich strauchelte, taumelte rückwärts zum Rand der Arbeitsplattform und trat ins leere. Im letzten Augenblick drehte ich mich um und konnte mich an dem Stahlträger festhalten. Mit viel Mühe zog ich mich auf den Träger, der sich frei schwebend über die Halle streckte. Als ich wieder auf den Füßen stand, sprang Li ebenfalls auf den Träger, der leicht zu wippen begann.
    Ich wagte einen kurzen Blick nach unten, vielleicht um zu berechnen, wie viel Zeit mir blieb, um mein Testament zu machen, sollte ich daneben treten. Dann nahm ich wieder Li ins Visier, der schon zur nächsten Attacke ausholte.
    (Fortsetzung folgt 8) )

  • Li führte eine Serie schneller Schläge aus, die mich zurück drängten. Ich konterte ebenfalls mit schnellen Schlägen. Bei Li’S nächstem Angriff sah ich mich gezwungen, den träger zu wechseln und sprang so auf den Nachbarträger.



    E35 und Li waren inzwischen in der Mitte der Halle angekommen und standen gerade auf benachbarten Trägern, von wo sie versuchten, den jeweils anderen aus dem Gleichgewicht zu bringen
    „Eins!“
    „Zwei!“
    „Dr…“
    Das Dröhnen eines Motorrads übertönte E36 und schien die ganze Halle zum Wackeln zu bringen.
    Dann raste Roflduhastlol auf seinem Motorrad in die Halle, zwischen den Fronten von Polizei und verdutzten Söldnern durch, in Annasophias Richtung.
    Die Polizisten nutzten die Feuerpause und gingen auf die Schläger los, die aber keineswegs an Aufgabe dachten. Dave94 und die anderen Jungs folgten ihnen.

    Als ich das Motorrad unter mir hörte, verpasste ich Li einen starken Schlag, der ihn zum Taumeln brachte, und rannte dann mit großen Schritten über die Stahlträger, hinter Roflduhastlol her.

    Roflduhastlol schaltete in den nächsten Gang und raste auf die zum Abflug bereitstehenden Propellermaschine zu. Über ihm sprang E35 mit großen Sätzen von Träger zu Träger.
    Dann sprang er, rutschte an der Außenwand des Flugzeugs runter und war Roflduhastlol das Schwert zu. Er schnappte es aus der Luft, raste unter der Maschine durch und kam mit quietschenden Reifen neben Annasophia zum Stehen.
    (Fortsetzung folgt 8) )

  • „Sie sitzt auf der anderen Seite der Halle und schaut, eher unfreiwillig, zu, wie wir euch jetzt fertig machen.“


    Ach okay, jetzt weiß ich es... :whistling: Ich war mit dem letzten Teil etwas verwirrt, warum das Motorrad auf einmal unter einem Flugzeug durchrutscht etc.


    Lg


    Webmaster

  • Shengo sprang zur Seite und wich damit einem saftigen Faustschlag aus. Der ausgestreckte Arm seines Gegenübers eignete sich hervorragend für einen kleinen Judowurf. Er packte den massigen Arm, der Schläger flog in hohem Bogen über ihn drüber und landete auf einer alten Sperrholzkiste, die unter der Masse einfach zerbrach.
    Als der Mann sich wieder aufrappeln wollte, verpasste ihm Shengo als krönenden Abschluss noch einen Kinnhacken, dann nahm er sich den nächsten vor.
    LORDI sprang vor, packte das Bein, das gerade noch für einen Kick verplant gewesen war und drehte es mit einem Ruck im Uhrzeigersinn, was seinen Gegner eine wagrechte Pirouette vollführen ließ, bevor er mitgenommen auf den Boden klatschte.


    Ich rannte zu Roflduhastlol, der gerade mit dem Schwert Annasophia von ihren Fesseln befreite.
    „Danke, ich dachte schon die haben euch abgeschüttelt!“ bedankte sich Annasophia und rieb sich die roten Stellen an ihrem Handgelenk.
    „Alles in Ordnung?“ fragte ich etwas besorgt.
    „Jaja geht schon. Wo ist Li?“
    „Irgendwo da oben.“ Antwortete ich und deutete zu den Sathlträgern.
    „Äh, du“ wendete ich mich an Roflduhastlol.
    „Das mit den Kratzern an deinem Motorrad, ich mein, sorry.“
    „Ja, passt schon, für so eine Gelegenheit vergesse ich das einfach.“ antwortete Roflduhastlol zwinkernd.
    „Beeilt euch. Li dürfte gleich runter kommen und ich muss zugeben, ich bin ihm nicht gewachsen.“
    Etwas raschelte hinter mir, ich sprang zur Seite und wich nur knapp Li’s Schwert aus, dass in diesem Moment herabsauste.
    Ich packte Roflduhastlol’s Hand, mit der er das Schwert hielt und parrierte den nächsten Schlag.
    „Kannst du mal loslassen?“
    „Klar, natürlich, logisch.“
    Ich nahm ihm das Schwert ab und parierte den folgenden Angriff.
    „Viel Glück!“ riefen mir Roflduhastlol und Annasophia gleichzeitig zu und noch während sie auf das Motorrad sprangen, führte Li fünf weitere Schläge aus.
    „Du hast keine Chance!“
    „Irrtum, sie haben verloren, selbst wenn sie mich jetzt umbringen, hier wimmet es von Polizisten.
    „Pahh.“
    Ich riss das Schwert hoch, wehrte den Schlag ab und konterte.
    Langsam aber sicher schwanden meine Reserven, Funken flogen, wenn sich die Klingen trafen.
    Der nächste Schlag Streifte mich an der Seite, ich wurde langsamer.
    Li drängte mich immer mehr zurück, bis ich mit dem Rücken an einem Stapel stand, über den man durch das Fenster hätte springen können, aber ich hatte nicht vor, schon wieder durch glas zu fliegen. Ich wich dem nächsten Schlag aus, der einen Leeren Plastikkanister zerschlug. Ich versuchte einen verzweifelten Gegenangriff, bei dem mir Li die Hand aufschnitt.
    [font=&quot]Ich kletterte auf den Fenstersims, wir schlugen gleichzeitig zu. Meine Haut warf kleine Bläschen, als die Funken sie verbrannten, dann holte Li noch einmal aus und zertrümmerte die Glasscheibe, die mich davon abgehalten hatte, nach außen zu flüchten.


    (Fortsetzung folgt[/font] 8) )

  • Das Klirren einer Glasscheibe riss alle Beteiligten aus ihrer heftigen Schlägerei.
    Dann flutete grelles Licht die Halle, so hell, dass man einen Moment nichts mehr sah.
    Als sich ihre Augen an das helle tageslicht gewöhnt hatten, tauschten Kingwitty und Mufuß besorgte Blicke, sie wussten inzwischen das E35 eine schwäche für Glas hatte.
    E36 nutzte die Gelegenheit, verpasste seinem Gegenüber eins mit einem rostigen Benzinkanister und beendete damit die Pause.
    Polizei und ASRSG hatten inzwischen eindeutig die Übermacht und der Kampf ging seinem Ende zu.
    Von dem hellen Licht überrumpelt fiel ich von dem etwa zwei Meter hoch gelegenen Fenstersims und landete auf dem harten Asphalt. Li sprang mir hinterher und gab mir kaum Zeit, mich weg zu rollen und den Angriffen des wutentbrannten Mannes auszuweichen.
    Ich kämpfte mich mit großer Anstrengung auf die Beine und parierte im letzten Moment Li’s Klinge vor meinem Hals. Am Rand meines Sichtfeldes bildete sich ein Schwarzer Schleier, der langsam kreisförmig nach innen vorrückte und meinen Blick immer weiter einschränkte.
    Meine Hände wurden kalt und taub, ich stolperte zurück. Und stieß mit dem Rücken an die Wand.
    (Fortsetzung folgt 8) )

  • Ich wich dem folgenden Schlag schwerfällig aus und hob langsam das Schwert. Li schwang sein Schwert erneut und schlug mit wildem Brüllen zu. Ich parierte den Angriff und die wucht des Schlags erschütterte meinen ganzen Körper. Li holte noch einmal aus und entwaffnete mich mit dem folgenden Schlag, der mich von den Füßen riss.
    Ich landete mit den Händen und der grobe Teer schürfte sie auf.
    Ich rollte mich unter dem nächsten Schlag weg und blieb auf dem Rücken liegen.
    Dann ging alles so schnell, dass ich nicht genau sagen kann, in welcher Reihenfolge.
    „So jetzt hast du ausgespielt, du Kücken!“ knurrte Li und hob das Schwert, die Klinge blitzte blutrot in der schwachen Sonne. Er ließ die Klinge niedersausen, gleichzeitig zeriss ein Schuss die Luft und mir wurde schwarz vor Augen.
    (Fortsetzung folgt :S )

  • Ich lag in meinem Krankenbett und hatte die Augen geschlossen.
    Nach der OP schwamm das Narkosemittel noch in meinen Adern und machte mich schwer wie Blei. Aber wenigstens war ich inzwischen wach genug, das Gespräch zwischen den anderen Jungs und Annasophia zu verfolgen.
    „Das war vielleicht knapp. Wenn der Polizist nicht die Klinge getroffen hätte, wäre er jetzt unter der Erde.“ bemerkte Kingwitty.
    „Aber `Gut` kann man das Ergebnis auch nicht nennen. Immerhin ist Li mit einem Hubschrauber auf und davon, Dave94 hat ein gebrochenes Bein, Shengo hat drei angeknaxte Rippen, bei mir ist der Arm im Gips und bei E35…“ E36’s Stimme versagte.
    „Ja, das wird hart für ihn.“
    „Aber haben die ihm nicht so ein Roboterteil…“ fragte Annasophia.
    „Doch. Aber die eigenen Körperteile sind einem glaub ich immer noch am liebsten.“ Antwortete LORDI.
    „Er kann damit schon fühlen, oder?“ fragte Mufuß.
    „Nehm ich an. Wofür braucht man sonst so viele Kabel?“ fragte Shengo
    „Immerhin ist es nicht der ganze Arm, sondern nur die untere Hälfte.“
    Also doch. Ich hatte es mir gedacht, mein linker Arm fühlte sich Seltsam an, unbekannt, als wäre da etwas, was dort nicht hingehörte.
    Das Betäubungsmittel ließ langsam nach und erlaubte mir, die Augen einen Spalt breit zu öffnen.

  • Ich blickte an eine weiße Decke. Aus dem Augenwinkel sah ich auf der rechten Bettseite die unscharfen Umrisse eines Bettkastens. Als ich mich aufrichten wollte, scheiterten meine Bemühungen bereits an der Halsmuskulatur, die anscheinend noch genug vom Narkosemittel hatte. Um trotzdem nach links sehen zu können, wo die anderen saßen, ließ ich meinen Kopf auf die Seite rollen.
    „Ah! Er ist aufgewacht.“ Stellte Mufuß fest.
    „Wie geht’s dir?“ fragte E36 mit einem Apfel in der Hand.
    Ich versuchte zu antworten, brachte aber nur eine Mischung aus harten Konsonanten und Kauderwelsch raus. Mein Mund war also auch noch halb unter Vollnarkose.
    „Wie?“ fragte Shengo, der wohl glaubte, sein gehör sei nicht in Ordnung.
    „W, Wu, Wuuuu,Wuundaba. Brrraaaauch nnnoch kursä bause.“ antwortete ich mühsam.
    „Ich glaub wir sollten ihn noch ein bisschen lassen.“ Schlug Annasophia vor.


    (Fortsetzung folgt 8) )

  • Ich saß in meinem Krankenbett und starrte die Wand an.
    Dass ich meine Linken Unterarm bei dem Duell mit Li verloren hatte, war eine harte Tatsache, die leider niemand ändern konnte. Nachdem ich den ersten Schock hinter mir gelassen hatte, verwandelte sich die Bestürzung in Neugierde. Gleichzeitig spürte ich das verlangen, noch einmal gegen Li anzutreten und ihn zu besiegen, wobei diese Idee der erste Schritt zum Selbstmordes war, Li war schließlich ein Schwertkampfprofi und ich hatte ihn die zwei male nur mit übermenschlich viel Glück überlebt.
    Die Tür wurde geöffnet und die Jungs betraten das Zimmer. Auf einmal hing eine bedrückende Stimmung in der Luft.
    „Morgen.“ Begrüßte ich sie.
    „Tach.“ Murmelte E36 mit düsterer Miene.
    „Was ist denn mit euch los? Habt ihr Weihnachten verpasst?“ fragte ich, um sie aufzuheitern.
    „Ne, ich fürchte die Bescherung steht noch vor der Tür.“ Antwortete Shengo.
    „Die Chefetage will uns sprechen.“ Ergänzte Kingwitty, als er meinen fragenden Blick sah.
    „Chefetage? Klingt interessant.“
    „Das gibt wahrscheinlich jede Menge Donnerwetter. Der Kerl am Telefon klang ziemlich mies gelaunt.“ Redete Mufuß weiter.
    „Wann erwarten die Herren uns denn?“
    „So bald wie möglich. Es hieß wir sollten unsere unfähigen Ärsche mal in Bewegung bringen.“ Antwortete Dave94.
    „Das riecht wirklich nach Ärger.“
    „Allerdings.“ Bestätigte mich shengo.
    „OK. Wir können in ein paar Minuten los.“ Antwortete ich und zog den schwarzen Handschuh über meine Linke Hand.
    „Aber davor brauch ich schon eine Hand voll Beruhigungspillen.“ Fügte ich hinzu.
    (Fortsetzung folgt 8) )

  • Wir betraten den Raum, in dem sich bereits die restlichen Gründungsmitglieder versammelt hatten.
    „So viele?“ fragte ich, nahm eine Pille und schluckte sie mit Wasser aus einer Glasflasche runter.
    „Ja! Alle in diesem Raum bekommen jetzt gleich die Federn gerupft.“ Antwortete Dave94.
    Alle Ehemaligen E-Jungs waren versammelt, sogar den Brillentyp hatte man herbeordert.
    Ich gesellte mich zu ihm.
    „Wie geht’s?“ fragte ich ihn und schluckte die nächste Pille.
    „Den Umständen entsprechend… beschissen. Und dir?“
    „Ach, mir ging’s auch schon mal besser.“ Antwortete ich und nahm einen Schluck aus der Flasche.
    „Was ist das?“ fragte der Brillentyp und begutachtete die Dose in meiner Hand.
    „Beruhigungspillen.“
    „Die sind rezeptpflichtig!“
    „Ich weiß. Hab ich mir selbst verschrieben.“
    „Geht’s dir nicht gut?“
    „Doch, aber wenn ich auf die Dinger verzichte geht’s der Chefetage bald nicht mehr gut.“
    „Ach so. Was macht dein Arm?“
    „Er funktioniert. Gewöhnungsbedürftig ist es schon, ich hab fünf Anläufe gebraucht, bis ich diese Wasserflasche in der Hand hatte, aber es geht. Und was hast du so getrieben?“
    „Ich hab die Moneten von diesem Undankbaren Verein verwaltet und schön vermehrt. Bis die Finanzkrise gekommen ist, hat alles wunderbar funktioniert.“
    „Und jetzt?“
    „KK!“
    „Was?“
    „Kein Kommentar!“
    (fortsetzung folgt 8) )

  • Der schlaksige Junge und einige andere hochnäsige Fritzen betraten das Zimmer und ließen sich hinter dem Schreibtisch nieder. Als ich seine glatte und arrogante Visage sah, die definitiv noch keine Schuhsohle getroffen hatte, nahm ich reflexartig drei Pillen auf einmal, nur um sicher zu gehen. Das Murmeln verstummte.
    „Ich freue mich, dass ihr alle den Weg hier her gefunden habt.“ Begann der Visagenaffe mit affektierter Stimme. Er redete wie ein Altenpfleger, der einer zweihundertjährigen Oma zu erklären versuchte, was der unterschied zwischen Laptop und Notebook ist. Gab es da überhaupt einen??
    „Wie ihr alle wisst, ist bei den letzten Einsätzen einiges Schiefgelaufen, das nicht hätte schief laufen dürfen.“
    Ich schluckte die nächste Pille.
    „Hör auf, du bringst dich noch in Grab.“ Raunte mir der Brillentyp ins Ohr.
    „Mir egal, entweder ich oder er. Das Zeug wirkt nicht.“
    „Fangen wir vor einigen Tagen an. Der Sicherungseinsatz während der Filmpremiere ist schrecklich misslungen.“
    Jetzt ging das schon wieder los.
    „Dann haben unsere Sicherheitskräfte es nicht einmal gebacken bekommen, Annasophia im Hotel einigermaßen Schutz zu bieten, von der Schlägerei in dem Vasenmuseum, bei der mehrere Unikate zerstört wurden ganz zu schweigen.“
    „Willst du uns jetzt vorwerfen, dass Leute ausgeschaltet haben, die die Absicht hatten, Annasophia zu kidnappen?“ fragte E36.
    „Nein, ich werfe euch vor, dass ihr mit dieser Aktion die Öffentlichkeit gefährdet habt, womit wir gleich bei der durchaus wilden Verfolgungsfahrt von E35 und Dave94 wären!“
    „Hey! Moment mal. Das ist jetzt aber ein Vorwurf.“ Bemerkte Dave94
    „Korrekt! Eure absolute Unfähigkeit hat alle Verkehrsteilnehmer in Berlin gefährdet!“
    Absolute Unfähigkeit. Das tat weh wie Salz in der Wunde. Ohne es zu merken schloss ich meine Hand um die Glasflasche wie eine Würgeschlange um ihre Beute.
    „Zu guter Letzt wäre da noch euer kläglicher Versuch, Annasophia zu befreien und Li dingfest zu machen, bei dem elf Beamte angeschossen wurden, sieben Arme, fünf Beine und Unzählige Rippen gebrochen wurden. Den Arm, der bei der Aktion verloren gegangen ist, kann man als tragbares Opfer betrachten.“
    Das Klirren der Flasche in meiner linken Hand zeriss das Schweigen im Publikum.
    (Fortsetzung folgt 8) )

  • Es war eben doch noch ein wenig Gewöhnung nötig, um mit der Hand umzugehen, die eindeutig weniger Druck- und Schmerzempfindlich und einiges stärker als meine alte Hand war.
    „Ich kann damit noch nicht umgehen.“ Antwortete ich, begleitet von einem imitierten Grinsen, als mich alle Augen aus dem Raum anblickten.
    „Schön, angesichts der eben aufgezählten Punkte bin ich mit meinen Kollegen nach ausführlicher Überlegung zu dem Schluss gekommen, euch aus der ASRSG zu entlassen.“
    Es dauerte einen Moment, bis die Anwesenden in dem Raum die letzten Worte verarbeitet hatten, nicht weil sie so schwer zu verstehen gewesen wären, sondern weil die Tatsache absurd war, dann ließen sie ihren Gemütern freien lauf.
    „Ihr könnt nicht einfach den halben Verein rausschmeißen!“ rief shengo.
    „Was bildet ihr euch überhaupt ein?“ brüllte jemand von hinten.
    „Ich glaub die Pillen wirken doch.“ Stellte ich ruhig fest.
    „Na schön. Und was hast du jetzt vor?“ fragte der Brillentyp, der sich schon heißer gebrüllt hatte.
    „Ich verpass ihm eine Faust.“
    „Was?“
    „Ja.“
    Ich schlängelte mich durch die Menge schreiender und wild diskutierender Jungs und hielt auf den Tisch zu, hinter dem der Visagenarsch seinen Allerwertesten auf einem Ledersessel geparkt hatte.
    (Fortsetzung folgt 8) )

  • „Was willst du? Willst du noch was loswerden, bevor du in aller kürze gehst??“ fragte mich der Visagentyp und sah mich hochmütig an.
    „Ich? Ach, nein. Ich will dir nur eine rein…“ begann ich und holte mit der Rechten aus.
    „Warte! Tu’s nicht!“ rief LORDI, der mit dem Brillentyp, E36, Kingwitty und Dave94 aus der Menge gestürmt kamen. Bevor ich wusste was los war, hielten Kingwitty und E36 meinen Arm, mit dem ich gerade ausgeholt hatte, fest und Dave94 und LORDI standen zwischen mir und dem Visagentyp.
    „Was?“ fragte ich ruhig, die Pillen hatten endlich ihre volle Wirkung erreicht.
    „Das wäre ein Fehler.“ Antwortete Dave94.
    „Warum?“
    „Nach diesem umwerfenden Vortrag sind wir uns einig, dass du ihm nicht mit deiner rechten Faust eine verpassen sollst,“ Antwortete E36.
    „Sondern“ fuhr Kingwitty fort.
    „Mit der Linken!“
    „Gute Idee!“ stimmte ich zu und holte mit dem linken Arm, dem Arm aus Metall und viel Technik, aus. Dave94 und LORDI sprangen auf die Seite, die Faust traf das makellose Gesicht, dass gerade noch hinter ihnen verborgen gewesen war, der Junge wurde zurückgeschleudert, knallte in die Lehne seines Sessels, der daraufhin rückwärts umfiel, die Rückenlehne durchschlug die Balkontür und der Junge machte einen Rückwärtspurzelbaum auf den Balkon. Dort blieb er mit wirrem Haar, verbogener Nase und irrem Blick auf dem Rücken in einem Meer aus Glasscherben liegen.
    Ich ging um den Schreibttisch herum, nahm die darauf liegende Zeitung und stellte mich neben ihn.
    „Übrigens! Du bist in der Zeitung!“
    Mit diesen Worten ließ ich die Zeitung fallen, deren Titelblatt mit der Überschirft „ASRSG-Leitung versagt!“ geschmückt war.
    „Sauber getroffen!“ stellte LORDI fest und trat mit den anderen neben mich.
    „Das gibt nen Blechschaden.“ Bemerkte Mufuß der das bereits anschwellende Gesicht musterte.
    „Jungs, wir haben alles gesagt.“ Beendete Shengo die schadenfreudige Runde.
    „Gehen wir.“
    (Fortsetzung folgt 8) )