Eure Meinungen zum Film

  • Vorweg die Frage, wer von Euch hat den Film bisher eigentlich gesehen? Ich konnte hier irgendwie noch nicht wirklich Meinungen von Euch zu dem Film finden und hab daher einfach malein neues Unter-Thema aufgemacht.
    Also, ich komme grade aus dem Kino und eigentlich sollte man einen Film ja mal etwas sacken lassen und zumindest mal 'ne Nacht drüber schlafen, bevor man was darüber schreibt. Aber egal, kann jetzt eh noch nicht pennen, viel zu warm...


    'Ganz weit Hinten' lief also heute in meinem Stamm-Kino in der Kunstfim-Reihe, nur heute und für schlappe 5 €. Ob der Film jetzt als 'Kunstfilm' durchgeht, will ich mal dahin gestellt lassen ;) , aber auf jeden Fall eine gute Gelegenheit, den Film dann doch noch im Kino zu schauen. Und ich muss sagen, ich bin froh, ihn im Kino gesehen zu haben, schon alleine weil ich ihn zuhause vielleicht nicht wirklich (weiter / zu ende) geschaut hätte. Denn der Film hat wirklich ein paar Szenen, die mir ein ziemlich unangenehm waren. Mir fällt das schwer, das jetzt genau zu beschreiben, 'Fremdschämen' ist sachlich zwar falsch, beschreibt aber vielleicht trotzdem halbwegs das Unbehagen, die einige Szenen bei mir ausgelöst haben. Ein bisschen so ähnlich halt, wie wenn man was im Fernsehen sieht, für das man sich jetzt fremdschämt, und deswegen lieber weiter schaltet... Ich möchte jetzt bitte nicht falsch verstanden werden, der Film hat jetzt keine
    Szenen, die ich als 'fremdschämig' (ob nun freiwillig oder unfreiwillig) empfinde, aber einige bereiteten mir ein ähnlich ungutes Gefühl, das für mich zum Teil irgendwie nicht einfach zu ertragen war. Hätte ich den Film also zuhause geschaut, hätte ich den Film wohl irgendwo zum Anfang schon ausgestellt (mit dem Vorsatz, ihn irgendwann anders zu Ende zu schauen), oder ich wäre nicht aufmerksam dabei geblieben (hätte zB. neben bei am PC rumgedaddelt, oder was auch immer...)


    Um zu verdeutlichen, was ich mit den besagten Stellen meine, muss ich vielleicht dann doch ein wenig auf den Inhalt eingehen, vielleicht kann ich dabei einige kleinere Spoiler nicht vermeiden, daher jetzt für alle, die den Film noch nicht geschaut haben und ihn noch (spoilerfrei) schauen möchten, hier vorweg ein kleines Fazit: Auch wenn AnnaSophia leider nur eine eher kleinere Rolle spielt, kann ich den Film nur unbedingt jedem hier aus dem Forum ans Herz legen. Auch wenn meine Einleitung eventuell etwas anders klang, der Film ist echt toll gemacht, witzig und charmant!


    So, nun zu Inhalt: Die Geschichte selber ist jetzt sicher nicht die originellste: Ein Teenager muss nicht nur mit der Scheidung seiner Eltern, sondern auch noch mit dem neuen Lebensgefährten der Mutter klarkommen. Er, Duncan, fährt mit den beiden und der Tochter des Neuen in den Urlaub, fühlt sich nicht nur wie das fünfte Rad am Wagen, sondern wird auch gerne wie ein solches behandelt. Zudem ist sein zukünftiger Stiefvater (wie könnte es anders sein!) ein ausgemachtes Arschloch, das mit seiner passiv-aggressiven Art dem Jungen gegenüber für einen Großteil des von mir eingangs beschrieben Unbehagens verantwortlich ist. Zwar ist seine Figur schon etwas klischeehaft (er ist nicht nur ein Arschloch, nein er betrügt die Mutter im Laufe des Films noch...!) wird aber von Steve Carell trotz allem glaubhaft (das heißt in dem Falle auch hassenswert) gespielt.


    Auch Liam James, der den Duncan spielt, macht seine Sache ordentlich, die Gefühls Hochs und Tiefs, die er durchlebt und Entwicklung, die er im Laufe des Films durchmacht, sind gut dargestellt. Neben seiner Mutter Pam (Toni Collett), sind noch zu erwähnen Allison Janney, die die ebenfalls geschiedene Mutter zweier Nachbarskinder ( u.a. von AnnaSophia) spielt, irgendwo zwischen überdreht, aufdringlich und bis ätzend, aber dennoch nicht unsympathisch. Und vor allem der flippige, nie ganz erwachsen gewordene Owen (Sam Rockwell), der einen etwas in die Jahre gekommen Wasserpark betreibt und Duncan unter seine Fittiche nimmt.


    Und zum Schluss nicht zu vergessen, natürlich AnnaSophia, die die Susanna spielt, die ebenfalls mit der Scheidung ihrer Eltern hadert. Trotz dass sie etwas älter ist als Duncan, entwickeln sich zarte Bande (wenn auch nicht viel mehr) zwischen ihr und Duncan... Leider hat AnnaSophia viel, viel zu wenig
    Screentime. Ist ihre Figur anfangs noch etwas mürrisch, taut sie im ilm langsam auf und wird zu einer warmen, bezaubernden Person.
    Schade, hätte gerne etwas mehr von ihr und ihrer Figur gesehen! Ja, ('meine' Chloe jetzt mal hin oder her :P ;) ) ich muss schon zugeben, AnnaSophia hat schon eine ordentlich Portion Charisma und positive Ausstrahlung (und ist auch und grade im Bikini einfach eine Augenweide... :love: Aber wem erzähl ich das hier?! ;) )


    So, nun aber auch wirklich genug geschrieben, für heute.. WAS,fast 2 (!) Stunden hab ich an dem kleinen Text geschrieben? WTF??? Nu wirds aber wirklich Zeit fürs Bett! Also wie gesagt, eine Alles in Allem gelungene Mischung aus Komödie und Drama, von der ich froh bin, sie endlich mal gesehen zu haben und vor allem im Kino... Wenn mir noch was einfallen sollte, das ich vergessen habe, kann ich das ja morgen oder die Tage noch mal nachtragen. Würd mich auf jeden
    Fall freuen, mal Eure Meinung zu hören...!
    (PS: hab den Text heute morgen noch mal etwas überarbeitet)

  • Auf jeden Fall hast du 10 Euro gespart, soviel kostet die BD im Moment bei amazon.de :)


    Hatte ich nicht vor langer Zeit mal geschrieben das ich ihn ok fand.....ist halt kein Blockbuster, aber ich mag diese Art Filme.


    :)


    edit:
    Gefunden !

    Nov 16th 2013

    "The Way way Back" BD


    Familienkomödie mit einem Bonusmatrial was mindestens genauso lustig wie
    der Film.....was hab ich gelacht....(Nat Faxon , Jim Rash)


    Das instrumentale Titellied gefiel mir sehr gut

  • Respekt, was für eine Ausführliche Beschreibung :thumbup: .


    Ich sehe es auch so wie Terry. Ein kleiner Film, den man sich zusammen anschauen könnte. Ich fand den Film so, dass die Geschichte zu Anfang aufbaut und zum Schluss schnell zu Ende geht. Ich hätte mir gewünscht, mehr zu sehen. Auf einigen Seiten wird auch viel Positives über den Film geschrieben.


    Lg


    Webmaster

  • Das Gefühl das Du beschreibst, mit dem zu irgendwie schnell zu Ende gehen, kenn ich gut, hab ich bei Filmen in letzter Zeit öfter. Hab mich darüber auch schon mal mit Gregor, äh BullTech unterhalten. Hatte da die Theorie, dass man sich in den letzten Jahren grade durch die immer besser werdenden TV-Serien einfach eine andere Sehgewohnheit angeeignet hat, die inzwischen ja ähnlich aufwändig produziert sind, wie Hollywodd-Filme, aber sich viel mehr Zeit zur Charaterentwicklung und Storyaufbau nehmen können. Ausserdem ist es ja schon fast die Ausnahme, wenn ein Kinofilm mal nicht 2 Stunden + dauert. ;)
    Aber um ehrlich zu sein, bei The Way, Way Back hatte ich ausgerechnet das Gefühl nun nicht...

  • Aber wenn es zu langatmig wird bei den Serien, werden die in letzter Zeit immer arg schnell abgesägt.
    Und hiermit meine ich mal, die aus meiner Sicht, wirklich guten Serien.
    Da ist mir ein guter Film mit einem quasi Abschluss lieber.


    Das ist jetzt aber wieder zu OT für dieses Thema.