FANSTORY 7.0 - Ein Dealer kommt selten allein -

      AnnaSophia drückte auf die Wunde und blickte in E35s Augen, in denen sich langsam Leere ausbreitete. Sie biss sich auf die Lippe und wischte sich eine Strähne aus dem Gesicht.
      Auf dem Boden hatte sich eine Wasserschicht gebildet, auf die immer noch Wasser prasselte. Dünne Blutschleier schwebten durch das Wasser und verloren sich langsam. Hinter AnnaSophia trat jemand mit schweren Schritten ins Wasser und AnnaSophia fuhr herum.
      Vor ihr stand Brown und hinter ihm einige seiner Männer.
      „Jetzt ist Schluss mit den Spielchen, Ms Robb.“ Knurrte er, zog eine Browning und richtete sie auf E35. Wie in Zeitlupe sah AnnaSophia, wie der alte Mann mit grimmiger Miene den Abzug drückte. Sie sprang auf und etwas traf sie am Bein, das sofort nachgab. Sie fiel und landete hart neben E35 auf dem Boden. Ein stechender Schmerz pochte in ihrem Oberschenkel und lähmte ihr Bein.
      „Ach AnnaSophia! Das wäre nicht nötig gewesen.“
      AnnaSophia biss die Zähne zusammen und versuchte, sich auf die Beine zu kämpfen, aber Brown lud seine Waffe durch und drückte AnnaSophia wieder auf den Boden.
      AnnaSophia starrte den alten Mann verächtlich an.
      „Sie sind ein mieses Stück Dreck!“ fauchte sie.
      „Ich weiß. Das war ich schon immer.“
      Brown spannte den Finger am Auslöser an, richtete den Lauf auf ihren Kopf und sah AnnaSophia ungerührt in die Augen.
      „Sag leb wohl, du dummes Mädchen.“
      Etwas knallte und AnnaSophia kniff die Augen zusammen, aber der erwartete Treffer blieb aus. Stattdessen spürte sie eine Druckwelle, die das Wasser auf dem Boden wegdrückte und Möbelteile klatschten in das Wasser.
      Als die die Augen wieder öffnete, war in die Wand der Küchenabteilung ein mannshohes Loch gesprengt worden, durch das jetzt die ASRSG-Mitglieder strömten und auf Browns Männer feuerten. Brown wirbelte herum und starrte AnnaSophia hassvoll an, dann knockte er sie aus.
      (Fortsetzung folgt 8) )

      Keep your mind wide open
      Einige Tage später
      Es war ein kühler Sommermorgen und in der Sonne glitzerte der Tau. Es war noch früh und nur wenige Krankenhauspatienten im Park unterwegs. Ein leichter Wind wehte und ließ mich frösteln. Ich schloss mit dem gesunden Arm den Reisverschluss meiner Jacke und sah zu AnnaSophia, die neben mir auf der Parkbank saß. Der Wind wehte durch ihr Haar und die Sonnenstrahlen ließen es silbrig glänzen. Als sie meinen Blick bemerkte, erwiderte sie ihn mit einem liebevollen Lächeln, rückte näher zu mir und meinem Rollstuhl und legte ihren Kopf auf meine Schulter. Eine ganze Weile saßen wir da, dann stand AnnaSophia vorsichtig auf, um ihr Bein nicht zu sehr zu belasten, ging um meinen Rollstuhl herum und schob mich dann langsam wieder zum Krankenhaus. Als wir vor dem Aufzug warteten, blickte ich in den Korridor, in dem ich bei unserer ersten Begegnung unsere Verfolger mit einer Gasflasche abgeschossen hatte. Ich grinste und dachte an meinen ersten Einsatz. Seit dem hatte sich viel verändert.
      „Was ist?“ fragte AnnaSophia, als Der Aufzug hielt und sie mich rein rollte.
      „Nichts. Warum?“
      „Du bist so nachdenklich.“
      „Ich habe mich nur ein bisschen in meinen Erinnerungen verlaufen.“
      AnnaSophia nickte.
      „Willst du wirklich wieder zurückfliegen?“ fragte sie und der Aufzug hielt im zweiten Stock.
      Ich zuckte mit der gesunden Schulter.
      AnnaSophia schob mich aus dem Aufzug und den Gang entlang zu meinem Zimmer.
      Als vor meinem Zimmer angekommen waren, wollte AnnaSophia gerade die Tür öffnen, aber ich hielt sie zurück, denn durch die Tür drangen schwache Stimmen.
      (Fortsetzung folgt 8) )

      Keep your mind wide open
      „Ist da jemand eifersüchtig?“ frotzelte Patrick merkbar schadenfroh, etwas knallte und Patrick fluchte laut.
      „Anastasia, das war jetzt nicht nötig.“
      „Doch. E36 und mich zeiht er auch die ganze Zeit auf.“
      AnnaSophia und ich tauschten überraschte Blicke.
      „Du blödes Schneekanikel!“
      „Wie war das?“ fragte E36, als wäre er absolut davon überzeugt, dass er sich verhört hatte.
      „Nix.“
      „Das glaube ich auch!“
      „Also btT. Ich denke auch, dass er hier bleibt. In der letzte Zeit sind die beiden sich wirklich nahe gekommen.“ Stimmte Mindful zu.
      „So richtig nah? So mit…“
      „MUFUß!!!“ rief der ganze Raum.
      „Frag ja nur!“
      „Woher sollen wir das wissen? Außerdem geht uns das nichts an!“
      AnnaSophia und ich nickten zustimmend.
      „Wo sind die beiden eigentlich jetzt?“ fragte Goofan.
      „Ich glaube, die sind in den Park gegangen.“ Erinnerte sich Tera.
      „Also doch…“ begann Mufuß, aber er wurde von Jarak unterbrochen.
      „Mufuß. Kann es sein, dass du eins über die Rübe bekommen hast?“
      „Ähm. Nein.“
      „Keine Angst, Jarak. Das sind seine täglichen fünf Minuten.“ Beruhigte Lordi ihn.
      „Aber hoffentlich nicht wieder zwei Stunden lang!“
      „Mal gucken.“
      „Mufuß, ich warne dich!“ knurrte Webmaster.
      „Ok, ich habs mir anders überlegt.“
      „Sehr vernünftig.“ Bemerkte BullTech.
      „Witty, kannst du mal meine Dame da rüber ziehen, bitte? Ich komm da gerade nicht hin.“
      „Hier?“
      „Ja.“
      Ich sah AnnaSophia an und nickte, dann öffnete sie die Zimmertür und rollte mich rein.
      „Morgen.“
      „Hi. Wie geht’s?“ fragte Asrloverock und musterte mich kritisch.
      „Ganz annehmbar.“ antwortete ich und sah mich um.
      (Fortsetzung folgt 8) )

      Keep your mind wide open
      Tera und Mindful hatten beide einen dicken Verband um den Brustkorb. Dave saß mit einem dicken Gips und einigen Schrammen im Gesicht mit Witty, der weitgehend gesund war, bei einer Partie Schach. Neben ihm auf dem Bett saß Goofan mit bandagiertem Kopf und Gipsbein. Patrick hatte ebenfalls einen Verband um den Körper, der deutlich durch das Krankenhaushemd zu sehen war.
      E36 hatte lediglich eine verstauchte Hand und Anastasia, die auf seinem Schoß saß, trug eine Halskrause. BullTech hatte eine dicke Kompressenschicht über der rechten Gesichtshälfte und unter dem linken Auge ein Klammerpflaster. Engelchen, Shengo, Jarak, Asrloverock und Lordi hatte ein paar Kratzer, aber sonst keine großartigen Verletzungen abbekommen und Webmaster hatte bandagierte Finger.
      „Wir haben gedacht, du hast nichts dagegen, wenn wir uns hier breit machen.“
      „Kein Ding. Webmaster, was ist mit deinen Fingern los?“
      „Wund getippt.“
      „Witty, das willst du nicht machen!“ warnte Dave, als Kingwitty seine Dame direkt vor Daves Turm stellte.
      „Doch.“
      „Wenn du meinst.“
      Dave zuckte mit den Schultern und warf die gegnerische Dame.
      „Was ist eigentlich passiert?“ fragte ich.
      „Also wir haben die Treppe eingenommen und sind dann durch das Labyrinth vorgedrungen.“ Begann Mufuß.
      „Dabei haben wir Goofan gefunden, der unter einem Schrank vergraben war und kurz danach Dave, dem irgend so ein Rüpel den Arm gebrochen hatte. Dann ist die Sprinkleranlage losgegangen und hat das ganze ziemlich in die länge gezogen. Insgesamt haben wir bestimmt eine Stunde gebraucht, bis wir dann endlich die Küchenabteilung erreicht hatten, aber da lagen nur noch ein paar verbogene Kerle rum. Asrloverock hat mit seiner Bazooka ein Loch in die Wand gesprengt und wir standen plötzlich vor Brown und seinen restlichen Leuten.“
      „Und? Ist er verhaftet worden?“
      „Der Knacker hat sich in dem Durcheinander aus dem Staub gemacht. Inklusive Visagentyp.“
      „Das ist nicht wahr, oder?“
      „Doch. Aber nach den beiden fahndet in ganz Amerika die Polizei, die haben also nur geringe Chancen, zu entkommen.“
      „SCHACH MATT!“ jubelte Kingwitty und sprang auf.
      (Fortsetzung folgt 8) )

      Keep your mind wide open
      In der Halle des Flughafens herrschte reges Treiben, als wir durch die großen Glastüren traten. Es war nicht so hell wie außen und vergleichsweise kühl. Die großen Tafeln, die die Flüge anzeigten, ratterten gerade ihre nächsten Flüge durch. Zwei Polizisten spazierten durch die Halle und hielten auf einen Typ zu, der mit Sonnenbrille, Kapuze auf dem Kopf und Umhänge Tasche über dem Rücken auf die Absperrung zu ging. Als sie ihn ansprachen, drehte er sich um und ließ sich bereitwillig kontrollieren. Wir gingen zum Check-in und während die anderen eincheckten, beobachtete ich die Halle. Die beiden Polizisten legten dem Mann Handschellen an und führten ihn ab. Irgendwo plärrte ein Kleinkind und ein Koffer fiel um. Der ganz normale Wahnsinn.
      „E35, kommst du jetzt mit?“ fragte Goofan und sah mich fragend an, aber ich schüttelte den Kopf.
      „Nein, ich bleibe da.“
      „Uhhhh, die Cybergurke bleib bei ihrer geliebten.“ Frotzelte Mufuß und bekam von Patrick einen Schlag über den Hinterkopf.
      „Autsch! Patrick, jetzt tu nicht wie die Vergeltung in Person!“
      „Ich habe gar nichts gemacht!“
      „Hast du doch!“
      „Habe ich nicht!“
      „Ich bin nicht blind!“
      „Hast du wohl Augen im Hinterkopf, oder was?“
      Während die beiden weiter stritten, verabschiedete ich mich von den anderen.
      Die Entscheidung war mir nicht leicht gefallen, aber ich gehörte hier her, zu AnnaSophia.
      E36 und Anastasia passierten die Absperrung, gefolgt, von Mufuß, Mindful, Patrick, Shengo, Jarak, Lordi, Kingwitty, Dave, Goofan, Engelchen, Webmaster, BullTech, Tera, Asrloverock und Roflduhastlol.
      Ich legte AnnaSophia den Arm über die Schulter und wir sahen ihnen nach, bis sie um die nächste Ecke gebogen waren, dann drehten wir uns um und gingen.
      Wir verließen die Flughalle und gingen auf das Taxi zu, das am Straßenrand auf uns wartete.
      „Wo soll’s denn hingehen?“ fragte der Fahrer und blickte mich über den Rand seiner Sonnenbrille durch den Rückspiegel an. Er trug ein Blümchenhemd, eine geblümte kurze Hose und einen Strohhut.
      „Irgendwo hin. Einfach irgendwo hin, Harold, aber ein bisschen schneller als sonst.“
      „Alles klar.“
      Harold donnerte den ersten Gang rein, trat das Gaspedal durch und raste, mit uns auf der Rückbank, Richtung Denver davon.

      ENDE

      Keep your mind wide open
      hmmm.
      Guute Frage.
      Ich habe das Ende mal offen gelassen, es steht also von der Geschichte her nix im Weg, aber bei mir ist es momentan ziemlich...naja...nicht gerade Fanstorymäßig vom Stand der Dinge her :( zu viel zu tun und zu viele schlechte noten

      Keep your mind wide open
      Boah, wahnsinn . . Auch das Cover ist richtig gut gelungen, Echt cool und vorallem viel! Du solltest mehr davon machen, alles schön detailiert beschrieben, auch wenn ich diese nur überflogen hab. Wirklich sehr cool, das Ende ist auch ziemlich cool. Die kämpfe sind detailiert aber nicht zu lang gezogen, ^^ Wirklich gut gemacht. AUch wenn man erstmal richtig zeit braucht um alles zu lesen. :S :thumbup:
      ♥ * ♥ * ♥ * ♥ * ♥ * ♥ * ♥ * ♥ * ♥ * ♥

      22:33 [1.6.'11] 1000 <<Beiträge>>

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