Angepinnt Brücke nach Terabithia

      Brücke nach Terabithia



      Brücke nach Terabithia ist der Titel eines Filmdramas für Kinder mit Elementen aus dem Bereich der Fantasy, der 2006 von Walt Disney Pictures und Walden Media, den Machern des Kinofilmes Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia, produziert wurde. Der Film startete am 1. März 2007 in den deutschen Kinos.

      Die Handlung basiert auf dem Kinderbuch Die Brücke nach Terabithia (orig.: Bridge to Terabithia) von Katherine Paterson.

      Handlung

      Der elfjährige Jesse wird in seiner Familie gegenüber seinen vier Schwestern von seinen Eltern vernachlässigt. Auch in der Schule ist er ein Außenseiter und hat keine richtigen Freunde. Als schnellster Läufer seiner Klasse will er sich bei seinen Mitschülern Anerkennung verschaffen, was nicht gelingt, denn seine neu zugezogene, gleichaltrige Nachbarin Leslie läuft schneller als er und gewinnt das wichtige Rennen. Obwohl sich beide zunächst gar nicht verstehen, schafft es Leslie, auch sie an der neuen Schule eine Außenseiterin, sich mit Jesse anzufreunden. Leslie besitzt eine überschäumende Phantasie und entdeckt Jesses geheim gehaltene Leidenschaft für die Malerei. Gemeinsam schaffen sie sich im nahegelegenen Wald ein Phantasiereich, dass sie Terabithia nennen. Hier können sie die Sorgen aus der Schule und Familie vergessen und herrschen als König und Königin über ein Land voll mit Trollen, Riesenmenschen und anderen seltsamen Kreaturen. Das Land lässt sich nur erreichen, wenn man sich mit einem alten Seil über einen Fluss schwingt.

      Als Jesse eines Tages von einem Museumsbesuch mit seiner Lehrerin Miss Edmunds zurückkommt, erfährt er, dass Leslie tot am Fluss aufgefunden wurde. Das Seil riss, als sie sich hinüberschwingen wollte. Jesse ist tieftraurig und hat schwere Schuldgefühle, weil er seine Freundin nicht gefragt hat, ob sie mit ins Museum kommen möchte. Es dauert lange, bis er es schafft, seine Trauer zu überwinden. Schließlich gelingt es ihm aber, weil ihm seine Freundschaft zu Leslie die Kraft dazu gibt. Er baut eine Brücke nach Terabithia und macht seine kleine Schwester May Belle zur neuen Prinzessin des Landes. Auf diese Weise führt er das Werk Leslies fort und sie bleibt für ihn unsterblich.

      Hintergrundinformationen

      Die visuellen Effekte stammen von Weta Digital, gedreht wurde der Film in Neuseeland. Für Gabor Csupo, gebürtiger Ungar, ist es sein Filmdebüt als Spielfilmregisseur.

      Das Stück Keep Your Mind Wide Open aus dem Soundtrack zum Film wird von der jungen Hauptdarstellerin AnnaSophia Robb selbst gesungen. Es ist ihr Debüt im Musikbereich.

      Regisseur Gabor Csupo und Produzent David L. Paterson haben sich in einem Interview mit dem Internetmagazin SCI FI Wire von der Vermarktung des Filmes distanziert. Laut Csupo ginge die Werbung etwas zu weit, den Film als Fantasyfilm darzustellen. Produzent Paterson zeigte sich überrascht, äußerte aber auch Verständnis:

      „Although there is a generation that is very familiar with book, if you are over 40, then you probably haven't, and we need to reach them.“ (dt.: „Obwohl eine Generation mit dem Buch sehr vertraut ist, sind es die über 40-jährigen wahrscheinlich nicht und die müssen wir erreichen.“) [2]

      Buchautorin Katherine Paterson sagt folgendes über den Trailer und den Film:

      „Well, that was the thing I was most afraid of. And if you've seen the trailer, my word. I'm just telling everybody I know, „Don't see the trailer, don't see the trailer.“ Because it's exactly what the trailer ends up making you think, is that it's this glorified fantasy adventure with nothing but special effects, and that's not what we ended up with in this movie. We've ended up with a movie about a friendship between a boy and a girl who develop an imaginary kingdom, and the girl dies, and the boy has to deal with his loss, which is the story of the book.“ (dt.: „Ja, dies war die Sache, vor der ich am meisten Angst hatte. Und wenn Sie den Trailer gesehen haben, stimmen Sie mir zu. Ich erzähle jedem, den ich kenne, „Schau dir nicht den Trailer an, schau dir nicht den Trailer an.“ Denn es ist genau das, was der Trailer dich glauben macht: dass es sich um ein prachtvolles Fantasy-Abenteuer mit nichts als Special-Effects handelt, aber das ist nicht das, womit wir es bei diesem Film zu tun haben. Wir haben es mit einem Film zu tun, der von einer Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Mädchen erzählt, die gemeinsam ein imaginäres Königreich erschaffen. Das Mädchen stirbt und der Junge muss mit seinem Verlust fertig werden, was der Geschichte des Buches entspricht.“)

      Kritiken

      Fälschlicherweise als actionlastiges Fantasy-Abenteuer für ein junges Kinopublikum vermarktet, überzeugt „Brücke nach Terabithia“ mit seiner ernsthaften Annäherung an die kindliche Gefühlswelt.

      So ist mit „Brücke nach Terabithia“ eine überzeugende Mischung aus charmant unterhaltsamer Abenteuergeschichte, ernsten Themen und fein dosierter Fantasy gelungen, die zwar mit aufgemotzten Computeranimationen gewürzt ist, von diesen aber nie dominiert wird. Neben der ebenso sensiblen wie unterhaltsamen Geschichte ist der jugendliche Cast ganz eindeutig das zweite große Plus des Films.

      Regisseur Gabor Csupo zeigt glaubhaft die Probleme der Kinder auf dem Weg zum Erwachsenwerden: Eifersucht auf Geschwister, Erwartungen der Eltern, Mobbing in der Schule.

      „Brücke nach Therabithia“ ist ein Film über den Umgang mit den Ungerechtigkeiten des Lebens und wie man mit ihnen klarzukommen versucht. Er bewegt sich trotz der verheißungsvollen Thematik nur an den äußeren Grenzen des Fantasy-Genres.

      Der Film beeindruckt durch die Ernsthaftigkeit, mit der er seine Protagonisten zeigt (nicht einmal Jess' strenger Vater oder die engagierte Junglehrerin geraten zum Klischee), und der erstaunlichen Ehrlichkeit, mit der der Tod behandelt wird.

      Literatur

      Katherine Paterson: Die Brücke nach Terabithia, Verlag Ravensburger, September 2007, ISBN 3473347167

      Weblinks

      Offizielle Website
      Deutsche Webseite zum Film

      Quellen

      Freigabekarte der FSK
      „Terabithia Ads Mislead?“
      „An 'Unsafe' Bridge“
      Critic.de
      [URL=http://www.filmstarts.de/produkt/42539,Br%FCcke%20nach%20Terabithia.html]Filmstarts.de[/URL]
      [URL=http://www.lycos.de/nachrichten/leute/show_story.html,,7449/die-bruecke-nach-terabithia-fantasy-abenteuer-zweier-aussenseiter.html]Lycos.de[/URL]
      Filmszene.de
      Die Welt online

      de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCcke_nach_Terabithia
      Lass Deiner Fantasie freien Lauf ;)



      Brücke nach Terabithia ist immer noch einer meiner absoluten Lieblingsfilme. In dem Film konnte man schon gut sehen, was für eine gute Schauspielerin ASR ist. Jetzt wo ich das hier lese bekomme ich gleich wieder Lust mir den Film anzuschauen :D
      Früher war ich unentschlossen, heute bin ich mir da nicht mehr so sicher.