Fanstory 5.0 - Schach matt

      Mindful benutzte die Garagenausfahrt, die auf der anderen Seite des Hauses war, um so zu verhindern, dass wir verfolgt wurden.
      „Wie geht’s bei euch?“ fragte ich, während ich meinen Arm verband.
      „Shengo hat eine leichte Streifwunde, blutet aber kaum. Sonst sind alle noch heil.“ Antwortete Roflduhastlol.
      „Wo fahren wir hin?“ fragte Mindful und fuhr die Auffahrt hoch.
      „Wir fahren zu AnnaSophia. Dann suchen wir uns einen guten Stellplatz und benutzen den Bus als Zentrale. So machen wir uns nicht überall breit und können notfalls schnell türmen.“
      „Klingt vernünftig.“ Stimmte Anastasia zu.
      Mindful lenkte den Bus über Denvers von Schnee und Eis bedeckte Straßen.

      „Also, ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber für mich waren das definitiv keine Straßenschläger.“ Schimpfte Asrloverock und sah dabei den Visagentyp scharf an.
      „Da kann ich nichts dafür!“ verteidigte sich der.
      „Black Angel fallen weg. Die rennen mit ihren Engeljäckchen rum und CREW Red fällt auch weg, schon allein wegen den Kosten, die so eine Ausrüstung macht. Das waren ja mindestens fünfzig Mann, alle mit Kalaschnikows und die Schutzwesten hatten die höchste Sicherheitsstufe. Der Sprengstoff, vermutlich Plastiksprengstoff, kostet noch einmal einen ganzen Batzen Geld, dann noch Munition, Helme, Protektoren, das alles. Da geht die Ausrüstung für einen Mann schon in die hunderte.“ Rechnete Shengo nach.
      „Heißt dass, wir haben es nicht mehr mit den beiden Banden zu tun, sondern mit der Mafia?“ fragte Patrick etwas durch einander.
      „Schlimmer! Wir müssen uns mit den Banden herumschlagen und dazu kommt noch Gruppe X!“ stellte Kingwitty fest.
      „Wir kämpfen an drei Fronten. Zwei von denen sind absolut verfeindet, mit einander und mit uns und wir haben keine Ahnung, wie die organisiert sind. Und von der dritten Front wissen wir nicht mal, wie viele Leute dahinter stehen!“ fluchte Goofan und seufzte.
      „Das ist wie eine Gleichung mit zu vielen Variablen. Unlösbar!“ murmelte Webmaster und lehnte sich müde zurück.
      Ich überlegte. Es war später Abend, AnnaSophia hatte sich schon längst ins Bett verkrümelt und wir hielten in unserer improvisierten Zentrale Kriegsrat.
      „Leute, ich hab eine Idee! Wir währe es, wenn wir eine Variable ausschalten?“
      „Wie ausschalten?“ fragte Dave und blinzelte verwirrt.
      „Gleich null setzen.“
      „Ah! Ich glaube, ich weiß, was du meinst. Du willst eine oder mehrere Variable mit einer geschickten Aktion ausschalten, oder?“ fragte Webmaster.
      „Genau.“
      „Und wie genau stellst du dir das vor?“ fragte Engelchen skeptisch.
      „Wir können doch die Größe der einen Gruppe nicht erraten und dann damit ausrechnen, wie viele Leute hinter Gruppe X sitzen!“
      „Wir müssen einer der Gruppen einen Besuch abstatten. Dann haben wir weniger Variablen in unserer Gleichung und kommen vielleicht sogar auf ein Ergebnis.“
      „Klingt so, als gäbe es wieder Schießereien.“ Stellte E36 missmutig fest und kratzte sich müde am Kopf.
      „Kann passieren, muss aber nicht.“
      (Fortsetzung folgt 8) )

      Keep your mind wide open
      „Wowowowo wollt ihr denn hin?“ fragte der Visagentyp am nächsten Morgen überrascht, während wir uns die Schutzwesten anlegten.
      „Ein kleiner Einsatz. Mehr nicht.“ Antwortete ich und schlüpfte in die Stiefel.
      „Momomoment. Einsätze müssen erst abgesegnet werden!“
      „Chef! Wir befinden uns nicht mehr in deinem Revier, hier außen sag ich, was passiert, oder nicht.“
      „Aber…“
      „Wir machen doch nur einen kleinen Ausflug
      Dave lud seine MP durch und legte probehalber an.
      „Mit dieser Bewaffnung?“
      „Du bettelst ja förmlich nach einer Nasenkorrektur!“ stellte Roflduhastlol grinsend fest.
      Der Visagentyp verdrehe die Augen und setze sich auf einen Fensterplatz.
      AnnaSophia betrat den Bus und sah uns überrascht an.
      „Ist schon Fasching?“
      „Nein, aber bald ist Weihnachten und wir bereiten die Bescherung für die Black Angel vor.“ Antwortete E36, der mit seinem bunten Wollschal wirklich eher einem Clown glich.
      „Eins, zwei, drei, Test, Test, Test! Hallo? Hört ihr mich?“ redete Mufuß ins Mikro.
      „Laut und deutlich. Vor allem, wenn du direkt neben mir stehst.“ antwortete Lordi, der mit den Klettverschlüssen seiner Weste kämpfte.
      „Schön, dass du noch nicht taub bist.“
      AnnaSophia setze sich und stellte ihre Handtasche auf die Sitzkante.
      „Kann mir mal jemand mit dem blöden Ding hier helfen?“ fragte Lordi genervt.
      „Ja, Moment. Könnt ihr mal Platz machen?“ fragte Shengo und quetschte sich durch den überfüllten Mittelgang. Als er an AnnaSophia vorbei ging, stieß er gegen die Handtasche, die mit einem leisen Klimpern auf den Boden plumpste.
      „Was war das?“ fragte Dave und horchte auf.
      „Was?“ E36 hatte nichts gehört.
      „Da war doch was!“
      „Stimmt ich hab’s auch gehört. Da hat was geklimpert!“ stellte ich fest und hob die Handtasche auf.
      „War da irgendwas Zerbrechliches drin?“
      „Nein. Meine Schlüssel, Taschentücher, Ausweis, Geldbeutel und so was.“ Antwortete AnnaSophia, die das Geräusch anscheinend auch gehört hatte.
      „Ich darf doch?“
      „Klar.“
      Ich öffnete die Tasche und leerte den Inhalt auf einen Sitz. Neben dem, was AnnaSophia aufgezählt hatte, kamen noch diverse andere Kleinigkeiten, wie Taschenspiegel, Kamm, Lippenstift und mehr, aber nichts, das hätte Klimpern können.
      Ich schüttelte die Tasche, wieder klimperte etwas.
      „Jetzt hab ich’s auch gehört.“ Bemerkte Jarak.
      „Da ist aber nichts mehr drinnen, oder?“
      Kingwitty kratzte sich am Kopf.
      „Das kommt nicht aus der Tasche, sondern…“
      Ich betastete das Innenfutter. „…aus dem Futter.“
      „Hä? Was soll denn im Futter sein?“ Engelchen und die anderen sahen mir neugierig über die Schulter.
      (Fortsetzung folgt 8) )

      Keep your mind wide open
      „Wowowowo wollt ihr denn hin?“ fragte der Visagentyp am nächsten Morgen überrascht, während wir uns die Schutzwesten anlegten.
      „Ein kleiner Einsatz. Mehr nicht.“ Antwortete ich und schlüpfte in die Stiefel.
      „Momomoment. Einsätze müssen erst abgesegnet werden!“
      „Chef! Wir befinden uns nicht mehr in deinem Revier, hier außen sag ich, was passiert, oder nicht.“
      „Aber…“
      „Wir machen doch nur einen kleinen Ausflug
      Dave lud seine MP durch und legte probehalber an.
      „Mit dieser Bewaffnung?“
      „Du bettelst ja förmlich nach einer Nasenkorrektur!“ stellte Roflduhastlol grinsend fest.
      Der Visagentyp verdrehe die Augen und setze sich auf einen Fensterplatz.
      AnnaSophia betrat den Bus und sah uns überrascht an.
      „Ist schon Fasching?“
      „Nein, aber bald ist Weihnachten und wir bereiten die Bescherung für die Black Angel vor.“ Antwortete E36, der mit seinem bunten Wollschal wirklich eher einem Clown glich.
      „Eins, zwei, drei, Test, Test, Test! Hallo? Hört ihr mich?“ redete Mufuß ins Mikro.
      „Laut und deutlich. Vor allem, wenn du direkt neben mir stehst.“ antwortete Lordi, der mit den Klettverschlüssen seiner Weste kämpfte.
      „Schön, dass du noch nicht taub bist.“
      AnnaSophia setze sich und stellte ihre Handtasche auf die Sitzkante.
      „Kann mir mal jemand mit dem blöden Ding hier helfen?“ fragte Lordi genervt.
      „Ja, Moment. Könnt ihr mal Platz machen?“ fragte Shengo und quetschte sich durch den überfüllten Mittelgang. Als er an AnnaSophia vorbei ging, stieß er gegen die Handtasche, die mit einem leisen Klimpern auf den Boden plumpste.
      „Was war das?“ fragte Dave und horchte auf.
      „Was?“ E36 hatte nichts gehört.
      „Da war doch was!“
      „Stimmt ich hab’s auch gehört. Da hat was geklimpert!“ stellte ich fest und hob die Handtasche auf.
      „War da irgendwas Zerbrechliches drin?“
      „Nein. Meine Schlüssel, Taschentücher, Ausweis, Geldbeutel und so was.“ Antwortete AnnaSophia, die das Geräusch anscheinend auch gehört hatte.
      „Ich darf doch?“
      „Klar.“
      Ich öffnete die Tasche und leerte den Inhalt auf einen Sitz. Neben dem, was AnnaSophia aufgezählt hatte, kamen noch diverse andere Kleinigkeiten, wie Taschenspiegel, Kamm, Lippenstift und mehr, aber nichts, das hätte Klimpern können.
      Ich schüttelte die Tasche, wieder klimperte etwas.
      „Jetzt hab ich’s auch gehört.“ Bemerkte Jarak.
      „Da ist aber nichts mehr drinnen, oder?“
      Kingwitty kratzte sich am Kopf.
      „Das kommt nicht aus der Tasche, sondern…“
      Ich betastete das Innenfutter. „…aus dem Futter.“
      „Hä? Was soll denn im Futter sein?“ Engelchen und die anderen sahen mir neugierig über die Schulter.
      (Fortsetzung folgt 8) )

      Keep your mind wide open
      Ich spürte etwas, etwas Kleines und Eckiges.
      Ich tastete an der Naht entlang und fand ein kleines Loch, dann kippte ich die Tasche und etliche kleine Steinchen fielen mir in die Hand und auf den Boden.
      „Das sind Diamanten!“
      „Nicht nur irgendwelche Diamant. Das sind Blutdiamanten!“ bemerkte Webmaster verblüfft.
      „Was für ein Zeugs?“
      „Blutdiamanten. Die werden so weit ich weiß im Süden Afrikas abgebaut. Die Steine heißen so, weil sie unter miserablen Arbeitsumständen und meist für die Finanzierung von Rebellengruppen oder Invasionsheere verwendet werden.“
      Shengo schien über seinen Vortrag sehr zufrieden zu sein.
      „AnnaSophia, wann hast du die Tasche gekauft?“ fragte Kingwitty.
      „An dem Tag, an dem ich E35 getroffen habe.“
      „Also jetzt wird mir einiges klar.“ Murmelte ich und hielt einen der Steine gegen das Licht.
      „Die sind gar nicht hinter AnnaSophia, sondern hinter den Klunkern her!“ vermutete E36.
      „Aber, warum versteckt man Diamanten in einer Handtasche, die zum Verkauf ausgeschrieben ist?“ fragte Roflduhastlol.
      „Weil nicht vorgesehen war, dass sie verkauft wird. AnnaSophia, wenn wir nicht total falsch liegen, bist du in eine Übergabe gerumpelt und hast die Ware mitgenommen.“ Fasste Dave zusammen.
      „Wie viel die wohl wert sind?“ fragte Mindful.
      „Viel, sehr viel. Ein Steinchen ungefähr
      „Gut. Eine Variable hätten wir damit gelöst. Bleiben nur noch die restlichen.“ Patrick lehnte sich zufrieden zurück.
      „Dann geht’s weiter. Wir wissen, wo die Hauptquartiere der Banden sind. Ich schlage vor, wir teilen uns auf.“
      „Aber dann haben wir keinen Massenvorteil mehr.“ Warf Goofan ein.
      „Den hätten wir so oder so nicht. Und wenn wir in kleinen Grüppchen kommen, wirken wir nicht so aggressiv.“
      (Fortsetzung folgt 8) )

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      Wir fuhren zum alten Güterbahnhof, der das Hauptquartier der hohen Tiere war. Die alte Raffinerie war zwar auch ein Quartier, aber wer ein tiefes Loch im Zahn hat, sollte das Problem an den Wurzeln packen und nicht an der Oberfläche kratzen.
      Mir war klar, dass wir uns in ein Gebiet vorwagten, in dem Staatsgewallt und Recht längst keine Macht mehr hatten. Es war verlorenes Land, verloren an eine Bande, die ihren Krieg auf kosten der Bevölkerung führte. Hinter den Mauern dieses alten Bauwerks befanden sich die blutrünstigsten und skrupellosesten Jungs der Black Angel. Einfach die Höhle des Löwen. Schwere graue Wolken hingen am Himmel und tauchten alles in ein unangenehm blendendes Licht. Lordi, der fuhr, machte einen etwas nervösen Eindruck, ganz im Gegenteil zu Anastasia, die ruhig am Fenster lehnte und ein Projektil durch die Finger wandern ließ. Roflduhastlol las sein Motorradmagazin und blickte hin und wieder aus dem Fenster und Engelchen hörte mit ihrem MP3-Player Musik. E36, Patrick, Webmaster und der Visagentyp waren bei AnnaSophia geblieben und Webmaster versuchte, im Netz etwas über Diamantenschmuggel und die dazugehörigen Organisationen herauszufinden.
      Der Rest hatte sich auf den Weg ins Gebiet der CREW Red gemacht.
      Auf einem leeren Parkplatz parkte Lordi das Auto, Anastasia nahm die G22 aus dem Kofferraum und sie und Engelchen zogen sich weiße Jacken an. Dann gingen wir im Gänsemarsch die Straße entlang bis zur nächsten Ecke und teilten uns auf. während wir unten warteten, kletterten Anastasia und Engelchen über eine Feuerleiter auf das Dach des Hauses.
      „Wir sind jetzt auf dem Dach. Mit freiem Blick auf das Gebäude.“ Meldete sich Engelchen.
      „Wie siehst aus?“ fragte Roflduhastlol über das Mirko.
      „Alles sauber. Keine Wachen zu sehen.“ Antwortete Anastasia.
      „Dann los.“
      (Fortsetzung folgt 8) )

      Keep your mind wide open
      „Super! Und was machen wir jetzt?“ fragte Lordi und ruckelte an seinen Fesseln.
      „Woher soll ich das wissen?“ fluchte ich und sah auf die Uhr. Wir hatten noch eine viertel Stunde.
      „Warum? Warum muss das immer passieren?“ rief Roflduhastlol und hopste auf seinem Stuhl, an den er gefesselt war.
      Wir steckten wirklich bis zum Hals in der Scheiße, unfähig, etwas zu tun und mit jeder Sekunde, die die weiter herunterzählte, sanken wir noch tiefer. Was passiert war? Tja. Bis vor kurzem war alles glatt gelaufen.

      Ich öffnete die Tür und wir betraten das alte Bahnhofsgebäude, das zu einer riesigen Wohnung umfunktioniert worden war. Auf Sofas saßen Pärchen, einige Billardtische waren im Raum verteilt, an denen Männer standen, immer wieder bildeten Schränke kleine Trennwände. Niemand sagte etwas, alle standen mucksmäuschenstill da und blickten uns an.
      In der Mitte stand BullTech.
      „Hallo BullTech! Schön dich mal wieder zu sehen!“ begrüßte ich ihn.
      „Spar dir die Heuchelei.“
      „Sag mal, was verstehen die Hawaianer unter 20 Jahren Haft? Können die nicht zählen, oder wie kommt’s?“ fragte Lordi.
      „die können schon zählen, aber schießen können sie nicht. Sonst hätte ich nicht einfach über die Gefängnismauer hüpfen können.“
      „Da haben wir ja glück, dass wir gekommen sind. Wir wollen uns nämlich ein bisschen mit dir unterhalten.“ Fuhr ich fort.
      „Ihr hättet nicht kommen dürfen. Jetzt seid ihr genauso im Arsch wie ich und die restlichen Black Angel.“
      „Wie bitte?“ fragte Roflduhastlol überrascht.
      „Ja. Du hast richtig gehört, ihr seid im Arsch.“
      Die antwort kam nicht von BullTech, sondern von dem Mann, der hinter dem Schrank hervortrat und BullTech die Waffe an den Kopf drückte.
      „Ihr und eure beiden Mädels auf dem Dach.“
      Wir hoben unsere MPs, aber plötzlich sprangen etliche der Gepanzerten Männer aus ihren Verstecken, die Selben, die uns am Tag davor in der Zentrale angegriffen hatten.
      „Scheiße! Anastasia, Engelchen, ihr müsst abhauen!“ rief ich ins Mikro.
      „Was ist, ist was…“
      Anastasia wurde von einem tiefen „Hallo!“ unerbrochen, dann brach die Verbindung ab.

      So sind wir in diese Situation gekommen. Kurz und schmerzlos, an Stühle gefesselt, die neben einer Zeitbombe standen.
      (Fortsetzung folgt 8) )

      Keep your mind wide open
      „Kann sich einer von euch bewegen?“ fragte Engelchen.
      „Seh ich so aus?“ entgegnete Lordi kalt.
      „Frag ja nur!“
      „Kommt jemand an meinen Roboterarm?“
      „Nein, wie den?“
      „Warum sollte jemand an deinen Arm kommen?“ fragte Roflduhastlol.
      „Wenn ich den Arm abbekomme, kann ich mich vielleicht aus der Armfessel befreien.“
      „Du bist lustig! Unsere Hände sind hinter dem Rücken zusammengebunden!“ fluchte Engelchen.
      „Hast du ne bessere Idee?“
      „Nein.“
      „Ich versuch’s.“
      Roflduhastlol machte einen Hüpfer, der Stuhl landete schräg und er kippte um.
      „Autsch! Scheiße noch mal!“
      „Dann mach’s ich.“
      Anastasia hüpfte mit ihrem Suhl in meine Richtung, bis wir Rücken an Rücken saßen.
      „Und jetzt?“
      „Unter dem Handschuh ist ein Klammerverschluss. Den musst du öffnen.“
      „Mist! Zu weit oben!“
      „Hüpf ein bisschen weiter nach links und dann lassen wir uns umfallen.“
      „Wozu den das?“ fragte Lordi durcheinander.
      „Dann kommt sie vielleicht an den Verschluss. Fertig?“
      „Fertig.“
      Wir lehnten uns zur Seite und landeten hart auf dem Boden.
      „Autsch! Verdammt ist der hart!“
      „Sag ich doch!“ meldete sich Roflduhastlol, der sich auf dem Boden herumwälzte.
      (Fortsetzung folgt 8) )

      Keep your mind wide open
      Ich spürte Anastasias Hand an meinem Arm.
      „Weiter unten.“
      „Hier?“
      „Noch weiter. Unter dem Handschuh.“
      „Könnt ihr eure Liebesbekundungen nicht wann anders machen?“
      „Sei leise und sag uns, wie viel Zeit wir noch haben!“
      „Äh. Fünf… sind das Minuten oder Sekunden?“
      „Minuten, du Trottel!“
      „Ok. Nicht mehr ganz fünf Minuten.“ Antwortete Lordi.
      „Ich bin jetzt unter dem Handschuh.“ Meldete sich Anastasia.
      „Gut. Da muss jetzt eine Art Schnellspanner sein.“
      „Das hier?“
      „Keine Ahnung. Zieh einfach. Lieber Hand kaputt als wir kaputt.“
      Ich fuhr die Klingen aus, dann lockerte sich die Roboterhand und plumpste auf den Boden.
      „War das dein Arm?“ fragte Engelchen.
      „Ja.“
      Ich drückte mit meinem Oberarm gegen die Seile und mit vielem hin und her zwängte ich meinen Arm aus der Fessel.
      „Ich bin außen.“
      „Jetzt musst du nur noch deine restlichen Gliedmaßen abschrauben, dann haben wir kein Problem mehr.“ Frotzelte Roflduhastlol.
      „Red nicht! Sag mir lieber, wo mein Arm liegt!“
      In einer weiteren Friemelei hatte ich meinen Arm wieder anmontiert.
      „Noch zwei Minuten! Mach hinne!“ rief Lordi ungeduldig.
      Ich zerschnitt meine Fußfesseln und wackelte, mit dem Stuhl am rechten Arm hängend, zu Engelchen.
      (Fortsetzung folgt 8) )

      Keep your mind wide open
      Ich befreite Engelchen, Lordi, Anastasia und Roflduhastlol von ihren Fesseln und befreite meinen anderen Arm von dem Stuhl.
      „Leute, jetzt müssen wir die Beine in die Hand nehmen!“
      Wir rannten zur Tür. Zwanzig Sekunden noch, dann würde die Bombe alles pulverisieren, was sich in ihrer Umgebung befand. Wir erreichten die Tür. Meine Streifwunde an der Hüfte brannte und machte mich langsamer. Eine eiskalte Böe raubte mir den Atem und Schneeflocken schlugen mir entgegen, als ich auf die Straße rannte, hinter den anderen her.
      Dann kam die Explosion. Wie eine unsichtbare Hand traf uns die Druckwelle der Explosion und warf uns auf den Boden. Ein Auto, das am Straßenrand stand, wurde von der Explosion gepackt und wie ein Steinchen durch die Luft geschleudert und krachte mit unglaublichem Lärm gegen die Hauswand. Stücke des Bahnhofgebäudes fielen vom Himmel und bombardierten die Straße. Mein Rücken schmerzte und obwohl meine linke Hand mit nur schwachen Gefühlssensoren ausgestattet war, spürte ich ein unangenehmes Kribbeln.
      Ich drehte mich auf den Rücken und blickte dahin, wo jetzt nur noch die Reste der Außenmauern standen. Ein Backstein landete knapp neben meinem Bein, zersplitterte und hinterließ einen Krater im Asphalt.
      Ich sah mich nach den anderen um. Lordi war auf der Heckscheibe eines Autos gelandet und hielt sich die Nase.
      „E35! Bist du noch ganz?“
      Anastasia und Roflduhast rannten zu mir.
      „Ich glaube schon. Aber mein linker Arm kribbelt. Riecht ihr das auch?“
      „Was?“ Anastasia schnüffelte.
      „Hier richt es… angeschmort.“
      „Scheiße, Mann! Zieh den Handschuh aus! Das Ding brennt!“ rief Roflduhastlol und deutete auf die Rachfahne, die von dem Handschuh aufstieg.
      Ich packte den Handschuh an einem Finger, zog ihn vom Arm und warf ihn in den Schnee.
      „Wo ist Engelchen?“ fragte ich schließlich.
      „Leute! Kommt mal schnell! Wir brauchen einen Krankenwagen!“ rief Lordi, der sich mit blutender Nase neben Engelchen gekniet hatte.
      Anastasia und Roflduhastlol rannten zu Lordi und Engelchen und ich humpelte hinterher.
      „Hat jemand sein Handy dabei?“ fragte Anastasia.
      „Nein. Du?“
      „Ne“
      „Ich renn schnell zum Wagen und hol Hilfe!“ rief Roflduhastlol und rannte los.
      „Wir müssen sie mit unseren Jacken zudecken. Sie darf nicht auskühlen.“
      Engelchen hatte ein Mauerbrocken am Hinterkopf getroffen und ihr Blut färbte den Schnee tiefrot.
      „Hoffentlich beeilt sich Roflduhastlol.“
      „Darauf kannst du Gift nehmen, so wie der losgeflitzt ist.“
      Wir warteten und die Zeit kroch dahin, unendlich langsam und zäh wie dicker Honig.
      (Fortsetzung folgt)

      Keep your mind wide open
      Als wir den Bus betraten, fühlte ich mich tausend Jahre älter. Ich war wütend, unglaublich wütend, sorgte mich um Engelchen, die von den Sanitätern auf die Intensivstation gebracht worden war, und wusste gleichzeitig, dass ich dem Tod mal wieder nur um haaresbreite entkommen war. Das alles Zusammen ergab einen Mix, der mich fast zerrissen hätte.
      „Himmel! Was ist den mit euch passiert?“ fragte AnnaSophia erschrocken, als wir verruhst und zerschlissen den Bus betraten.
      „Das willst du nicht wissen!“
      Ich pfefferte meine Schutzweste in eine Ecke und setze mich erschöpft auf einen Sitz.
      „Was ist passiert? Und wo ist Engelchen? Und was riecht hier so angeschmort?“ fragte Webmaster besorgt.
      „Seid ihr auch der Gruppe X in die Arme gelaufen?“ fragte Dave, der zermürbt Papierkügelchen in die leere Teetasse von E36 warf.
      „Hundert Punkte! Und zur Begrüßung haben die uns gefesselt neben eine Bombe gesetzt!“ schimpfte Lordi aufgebracht und trat gegen eine Kiste.
      „Wo ist Engelchen? Ist ihr was passiert? Die Bombe hat sie aber nicht…“
      Der Visagentyp unterbrach sich.
      „Nein. Keine Sorge. Engelchen ist auf der Intensivstation. Ein Brocken hat sie am Hinterkopf erwischt.“ Roflduhastlol warf missmutig seine Handschuhe auf den Klapptisch.
      Schweigen trat ein.
      „Was gibt’s bei euch?“ fragte ich schließlich.
      „Das gleiche wie bei euch, mit dem Unterschied, dass wir neben einer Bombe mit Fernzünder gefesselt waren.“ erzählte Dave.
      „Ist jemandem was passiert?“
      „Naja. Ich hab eine Verbrennung am Arm, Asrloverock hat ein gebrochenes Bein, Kingwitty hat eine Gehirnerschütterung, weil ihn eine Dachlawine und mehrere Eisklumpen getroffen haben und Goofan hat mehrere Prellungen, aber sonst geht es allen hervorragend.“
      „Und wie sieht’s bei euch aus?“ fragte ich Webmaster.
      „Bei uns? Hervorragend! Die Polizei hat mich über zehn Proxy-Server, zwei Polizeirechner und einen Server aus China zurückverfolgt und bombardiert mich seid knapp eineinhalb Stunden mit Trojanern, Viren und Hackangriffen.“
      „Hast du irgendwas über Diamantenraub oder so was herausgefunden?“
      „Ja, die Interpol ist schon seit mehreren Jahren einer kriminellen Organisation auf der Spur, die…“
      Ein schrilles Pfeifen des Computers unter brach ihn
      „Verdammt! Wie machen die das? Das ist doch nicht möglich!“ fluchte Webmaster und begann wie wild auf die Tastatur einzuhacken.
      (Fortsetzung folgt 8) )

      Keep your mind wide open
      Ich fuhr mir mit der Hand durch das Gesicht und seufzte.
      „Was tun sprach Zeus, als er die Stromrechnung sah.“
      „Was?“
      „Ach nichts. Ich hab mit mir geredet.“
      „Was ist denn das jetzt?“ rief Webmaster. Sein Bildschirm hatte sich in einen Bluescreen verwandelt.
      „Äh. Webmaster, die laden gerade deine Daten auf ihre Computer.“ Stellte E36 fest.
      „Das seh ich selber!“
      Webmaster packte das D-Lan-Kabel und zog es aus dem Stecker, aber der Download ging weiter.
      „Warum… warum…warum hört der nicht auf?“ fragte Anastasia verwirrt.
      „Bluetooth! Hier ist jemand mit Bluetooth unterwegs, das heißt der Empfänger ist keine dreißig Meter entfernt!“ rief Webmaster.
      „Los! Den müssen wir erwischen!“
      „Welche Richtung?“ fragte Jarak.
      „Äh. Etwa diese…“ Webmaster zeigte nach links.
      „Nein. Doch da.“
      Er zeigte nach rechts.
      „Ne. Hier!“ er zeigte nach vorne.
      „Ja was denn jetzt?“
      „Keine Ahnung!“
      Ich sprang auf und wir stürmten aus dem Bus.
      (Fortsetzung folgt 8) )

      Keep your mind wide open
      „Hab ich dich, Bluetoothhacker!“ rief ich und zog den Mann aus dem Auto.
      Ich blockte einen Schlag und nahm den Mann in den Polizeigriff.
      „Wer bist du?“
      Als Antwort machte der Mann einen Schritt zurück und lies sich fallen. Ich landete auf der Botorhaube, der Mann auf mir.
      „Tut mir leid, Junge.“
      „BullTech?“
      „Ja.“
      Bevor ich geschnallt hatte, was los war, bekam ich eine Faust in den Magen und mir blieb die Luft weg, dann beförderte mich BullTech mit einem Wurf über die Schulter auf den Boden und rannte weg.
      „E35! Wer war das?“ fragte Dave, der mit den anderen angerannt kam.
      „Drei mal dürft ihr raten.“
      „Der Weihnachtsmann?“ fragte E36.
      „Nein, der hat nicht so einen Wurf drauf.“
      „Hast du ihn erkannt?“ fragte AnnaSophia.
      „Ja. An seiner Stimme.“
      „War das Li?“
      „Nein. BullTech.“
      „BULLTECH?“ fragte Jarak.
      „Also das Christkind war’s auf jeden Fall nicht!“ antwortete ich.
      „Jetzt komm mal aus dem Schnee hoch.“
      Roflduhastlol half mir auf.
      Ein langgezogenes und verzweifeltes „Nein!“ hallte durch die Straße.
      „Das war Webmaster. Hoffentlich geht es seinem Computer gut.“
      Als wir den Bus betraten, saß Webmaster an seinem Computer und schüttelte den Monitor.
      „Sprich mit mir, du blödes Ding! Sag was! Verdammter Schrott ich hab gesagt, du sollst was Anzeigen!“
      „Was ist los?“ fragte Lordi.
      „Er ist abgequalmt! Scheiß (eigentlich Windows, aber das wollte ich weglassen)!“
      „Na Super! Jetzt haben wir auch noch einen Krankenhausreifen Rechner!“ fluchte Dave.
      Als wollte er das Gegenteil beweißen, ging der Bildschirm wieder an und ratterte so schnell irgendwelche Daten durch, dass man nur noch verschwommene Buchstaben erkennen konnte.
      Der Kühler wurde immer schneller und sein Summen immer höher, der Rechner begann durch die Vibration über den Tisch zu wandern und sämtliche Lichter der Tastatur machten eine Lichtorgel. Gleichzeitig sprang der Drucker an und zog ein Blatt nach dem anderen rein und die Boxen gaben einen unglaublich hohen und lauten Piepton von sich, dass wir uns die Ohren zu halten mussten. Der Drucker spuckte Unmengen bepixelter Blätter aus, der Rechner erreichte die Tischplattenkante, kippte runter und riss Bildschirm, Drucker, Maus und Tastatur mit, gleichzeitig erklang ein Tiefer Schlag, die Magnetspulen der Boxen durchschlugen die Membran und hingen vorne aus dem Gehäuse raus. Der Computer machte einen letzten Leuchter, dann ging er mit einem kleinen Knall aus.
      Fassungslos standen wir vor dem Computer, der sich vor unseren Augen selbst zerlegt hatte.
      „Was… was war das?“
      Eine kleine Rauchfahne stieg aus dem Gehäuse auf.
      „Das… war ein Virus, der die Graphikkarte überlastet.“ Stellte Webmaster trocken fest und betrachtete den rauchenden Rest des Rechners.
      „Oha!“ war alles, was ich raus brachte.
      (Fortsetzung folgt 8) )

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      „Wie geht’s jetzt weiter?“ fragte Goofan.
      Inzwischen waren alle wieder versammelt, nur Engelchen musste im Krankenhaus bleiben.
      „Gute Frage. In unserem Zustand sind wir praktisch handlungsunfähig.“ Murmelte Mufuß.
      „Wie sieht es mit unserer Ausrüstung aus?“ fragte Mindful.
      „Das ist das nächste Problem. Die Waffen, die wir dabei hatten, sind alle futsch.“ Zog Kingwitty Bilanz, nahm einen Schluck der Aspirinlösung und verzog angeekelt das Gesicht.
      „Außerdem müssen wir mit weiteren Angriffen rechnen, solange die glauben, dass wir die Diamanten haben.“ Bemerkte Jarak.
      „Jetzt haben wir noch mehr Probleme als am Anfang!“ fluchte Patrick und fing sein Messer.
      „Da können wir nichts dafür!“ verteidigte sich Asrloverock, der Papierfigürchen faltete.
      „Oh doch! Ihr hättet euch nicht so blöd anstellen dürfen! Wenn ich das, was ihr erzählt habt, einigermaßen Richtig verstanden habe, seid ihr wie blinde Anfänger rein gerannt und habt euch fesseln lassen, ihr absoluten Idioten!“ rief Patrick und bekam im nächsten Moment von Anastasia eine Ohrfeige.
      „Aua! Musst du mir immer eine kleben?“
      „Ja! Wenn du immer so ungehobelt daher kommst. Außerdem bin ich deine Schwester, also halt den Mund!“
      „Als würde dir die unglückliche Tatsache, dass du älter bist als ich, dir das recht, geben, mir andauernd die Visage zu polieren!“
      „Durchaus!“
      „Hättest du wohl gern, du Schneehäschen!“
      Anastasia presste die Lippen zusammen und holte zur nächsten Backpfeife aus, die Patrick zweifellos aus dem Bus gefegt hätte, aber Goofan und Asrloverock verhinderten Schlimmeres, indem Goofan Anastasias Hand festhielt und Asrloverock Patrick eine Hand voll missratener Papierfigürchen in den Mund stopfte.
      „Beide halten jetzt sofort die Klappe!“ rief ich.
      „Sie hat doch…“ machte Patrik weiter, nachdem er die Papierschnipsel ausgespuckt hatte.
      „HALT DEINE VERFLUCHTE SCHNAUZE! Dein destruktives Geplapper kannst du beim Scheißen rauslassen!“
      (Fortsetzung folgt 8) )

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      „Schön, dass das jetzt geklärt ist.“ Fuhr ich nach einer kurzen Pause fort.
      „Also, wie machen wir weiter?“ fragte Shengo.
      „Wir müssen diese Gruppe X ausschalten, bevor wir die Ausgeschalteten sind.“
      „Logisch. Bleibt die Frage wie.“ Stimmte Roflduhastlol zu.
      „Wir brauchen neue Waffen und ich brauch einen neuen Computer.“ Überlegte Webmaster.
      „Aber kein *******, sondern Linux. Kostet erstens nichts und zweitens gibt’s dafür keine Viren.“ Schlug Lordi vor.
      „Gute Idee.“
      „Brauchen wir sonst noch was?“ fragte der Visagentyp.
      „Ja. Aber das hat Zeit. Wir müssen jetzt herausfinden, wo wir diese Bande aufstöbern können.“
      „Leute, warum sind die Straßenlaternen plötzlich aus?“
      „Besuch. Legt euch alle auf den Boden. Wenn die wieder abziehen, nehmen Jarak und Mindful die Verfolgung auf.“
      „Geht klar.“
      Autobremsen quietschten und Scheinwerferlicht fiel durch die Fenster. Wir lagen alle ganz Flach am Boden. Die Schatten von bewaffneten Gestallten vielen in den Bus.
      „AnnaSophia! Wo ist eigentlich AnnaSophia fragte Kingwitty und richtete sich auf.“
      „Bist du verrückt? Komm runter!“ zischte Dave und drückte ihn auf den Boden.
      „Wo ist AnnaSophia?“
      „Bei einer Freundin.“
      „Ach so. Hab gar nicht gemerkt, dass sie gegangen ist.“
      Die Männer umrundeten einige Male den Bus und spähten hinein, dann verschwanden die Schatten und Türen wurden zugeschlagen.
      „Jarak, Shengo, seid ihr fertig?“ fragte ich.
      „Jepp.“
      Außen Heulten die Motoren auf und die Autos entfernten sich.
      „Los!“
      Jarak und Shengo sprangen auf, verließen den Bus, rannten zum Auto und rasten hinterher.
      (Fortsetzung folgt 8) )

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      „Leute, das war ein voller Erfolg.“ teilte uns Jarak am nächsten Morgen mit.
      „Und? Was habt ihr herausgefunden?“ fragte Webmaster gespannt.
      „Die haben ein riesiges Nest.“
      „In Denver?“ fragte Dave.
      „Nein. Richtung Rocky Mountains. Ein riesiges Fabrikgelände, gehört angeblich einem Speditionsunternehmen.“ Antwortete Shengo.
      „Also nicht zu übersehen.“ Stellte ich fest.
      „Nein, das findet sogar ein Blinder.“
      „Wie sieht es mit der Bewachung aus?“
      „Das wird das Problem. Das Teil schaut aus, wie ein Militärlager in Afghanistan. Außen rum ein drei Meter hoher Zaun, am Eingang Personalkontrolle, an jeder Ecke bewaffnete Wachen, jeder Zentimeter ist kameraüberwacht und hinter jedem zweiten Fenster ist eine MG. Also das wir eine harte Nuss.“
      „Mit dem entsprechenden Knacker ist die härteste Nuss zu knacken.“ Antwortete ich.
      „Schon, aber welcher Nussknacker knackt MGs und etwa dreihundert Wachen?“ fragte Mufuß.
      „Wie sieht die Umgebung aus?“
      „Das Areal liegt in einem kleinen Bergkessel, ist also zum Beobachten günstig, aber zum Angreifen total blöd, weil die uns super sehen können.“
      „Gut. Jetzt brauchen wir noch einen neuen Computer und dann können wir loslegen.“
      (Fortsetzung folgt 8) )

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      Wir saßen im Bus und überlegten, als jemand an die Scheibe klopfte.
      „Wer ist das?“ fragte Mufuß und streckte sich, um aus dem Fenster zu sehen.
      „AnnaSophia. Ich mach auf.“
      Ich stand auf, ging zur Tür und öffnete sie.
      „Hi. Ich… ich muss dir was sagen.“ Begann AnnaSophia und bevor ich wusste, was los war, schob sich ein MP-Lauf um die Ecke und ein Laserpunkt leuchtete auf meiner Brust.
      „So und jetzt aus dem Weg!“ rief der Mann, zu dem die MP gehörte, eine Hand voll Männer stürmten in den Bus und mir und AnnaSophia wurden Pistolen an den Kopf gehalten.
      „Was zum Teufel…“reif E36 erschrocken und verschüttete seinen Tee.
      „Es.. es tut mir leid. Die waren plötzlich da, wie aus dem Nichts.“ Schluchzte AnnaSophia.
      „Schon gut.“
      „Was wollen Sie?“ fragte Mindful.
      „Wir wollen unsere Steinchen. Wo sind sie?“
      Webmaster deutete mit dem Kopf zu dem Tisch, auf dem die Schachtel mit den Diamanten stand.
      „Wie nennt man diese Situation? Ach ja! Schach matt! Vielen Dank für die Mitarbeit.“
      Der Mann nahm die Kiste mit den Diamanten und packte AnnaSophia an den Haaren.
      „Was wollen Sie von ihr? AnnaSophia hat Ihnen nichts getan.“ rief Kingwitty wütend.
      „Ach AnnaSophia ist das! Welch Ehre. Betrachtet sie als Pfand, wenn ihr uns nicht verfolgt, setzten wir sie irgendwo in der Gegend hier aus. Wenn nicht, wird das ziemlich ungesund für sie und für alle anderen, die wir dabei erwischen.“
      Ich wurde mit raus gezogen und die anderen Männer zerrten AnnaSophia in einen der Wagen, während ich ihnen ziemlich unfreiwillig als Schutzschild diente.
      „Schönen Tag noch!“ rief der Chef der Gruppe, ihr bekam einen Tritt in den Rücken und landete im Schnee und die Autos brausten davon.
      „Und was brauchen wir zum Abräumen?“ fragte Roflduhastlol.
      „Unsere Standartausrüstung, einen Presslufthammer, eine große Kneifzange, zwei G22, eine Basuka, Sprengstoff, einen perfekten Hackangriff, unsere Helikopter, jede Menge Munition und Unterstützung.“
      „Super! Wann geht’s los?“ fragte Lordi.
      „Morgen Mittag.“
      (Fortsetzung folgt 8) )

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      Ein eisiger Wind wehte und ließ mich frösteln. Ich stand am Rand des Bergkessels, in dem sich das Fabrikgelände befand und beobachtete mit einem Fernglas das Gelände.
      „Jarak, wie weit seid ihr mit der Sprengladung?“
      „E35? Fast fertig. Das gibt das größte Feuerwerk, das du je gesehen hast.“ antwortete Jarak.
      „Die Lawine muss auf jeden Fall das Gelände erreichen, sonst lenkt sie nicht genug ab.“
      „Das wird sie, keine Sorge. Allein die zwei Tonnen Deosprays geben einen ordentlichen Wumms. “
      „Gut. Das muss richtig knallen.“
      „Ok. Ende.“
      Ich ging zu unseren Geländewagen.
      „Wo ist eigentlich unsere geheimnisvolle Verstärkung?“ fragte Asrloverock, der mit seinem gegipsten Bein auf der Rückbank saß.
      „Keine Angst, die kommen noch.“
      „Warum sagst du es nicht einfach?“
      „Weil es dann keine Überraschung mehr währe. Einer unserer Verbündeten befindet sich schon auf diesem Gelände.“
      Patrick kam mit einem Handy in der Hand zu uns.
      „E35, Mindful und Kingwitty wollen dich sprechen.“
      „Gib her.“
      „Äh, E35? Wir haben hier eine Problem.“ Meldete sich Kingwitty.
      „Und das wäre?“
      „Welches Rechts sollen wir aufmachen?“
      „Das rechte Rechts, welches denn sonst?“
      „JA, schon klar, aber meinst du das Rechts in Richtung Firma oder das Rechts Richtung Denver?“
      „Äh, Moment.“
      Ich stapfte durch den Schnee zu dem Wagen, in dem sich Webmaster mit seiner Kompletten Ausrüstung breitgemacht hatte.
      „Webmaster, wo ist die Karte für den Straßen bau?“
      „Hier…in der Gegend…irgendwo.“
      Webmaster wühlte in einem Papierhaufen, ich klemmte das Telefon zwischen Kopf und Schulter und er drückte mir eine riesige Karte in die Hand.
      „Webmaster, das ist die Karte von New York.“ Bemerkte ich, nachdem ich den riesigen Bogen Papier einige Male gedreht und gewendet hatte.
      „Oh, sorry, die hier wollte ich.“
      Webmaster nahm mir die Karte aus der Hand und gab mir ein wesentlich handlicheres Kärtchen.
      „Kingwitty?“
      „Ich höre?“
      „Ihr müsst das Rechts nehmen, wenn ihr zur Firma schaut.“
      „Ok. Wir melden uns.“
      Ich legte auf und warf Patrick das Handy zu.
      „Anastasia, wie sieht die Lage aus?“
      Anastasia hatte das Gelände die ganze Zeit über mit dem Scharfschützenfernrohr beobachtet.
      „Alles normal. Die haben uns noch nicht bemerkt.“
      „Wie viele Wachen?“
      „Am Eingang momentan drei und mindestens zwei Dutzend über das Gelände verteilt.“
      „Hast du sonst noch was gesehen?“
      „Ja, hinter einem Fenster des Verwaltungsgebäudes ist AnnaSophia.“
      „Weißt du, wie viele Wachen da sind?“
      „Zwei im Raum. Mehr kann ich nicht sehen.“
      „Gut. Wie schaut es mit den MGs aus?“
      „Jedes Zweite ist besetzt, die anderen sind alle unbemannt.“
      „Sehr gut.“
      „E35. Wir sind so weit.“ Meldete sich Shengo, der mit Jarak und Dave die Sprengladungen platziert hatte.“
      „Gut, dann kommt jetzt zu uns.“
      „Geht klar, Chef.“
      Ich ging wieder zu Webmaster, der schon ganz eifrig den perfekten Hackangriff vorbereitete.
      „Und? Was sagen die Rechner?“
      „Nichts. Die merken den Hackangriff erst, wenn ich es will, und dann ist es zu spät.“
      Webmaster grinste zufrieden.
      „Wie sieht es in den Gebäuden aus?“
      „Kann ich dir zeigen. Wir haben Glück, dass das Zeugs computerüberwacht ist und nicht wie früher analog auf einer Videokassette gespeichert wird.“
      Webmaster tippte einige befehle in den Computer, dann konnten wir alle Kamerabilder sehen.
      „Super! Ok. Das sind etwa hundert Mann.“ Überschlug ich.
      „Ja, kommt hin.“
      (Fortsetzung folgt 8) )

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      „Kingwitty, wie weit seid ihr?“ fragte ich ins Telefon und sah auf die Uhr. Fünf vor Zwölf.
      „Was?“ rief Kingwitty, begleitet von einer enormen Geräuschkulisse.
      „Wie weit?“
      „Was schneit? Mann, Mindful, jetzt stell doch mal den dämlichen Presslufthammer ab!“
      „Wie weit seid ihr?“ fragte ich erneut, als sich das rattern gelegt hatte.
      „Fertig.“
      „Ok. Wir nehmen Kanal drei.“
      „Gebongt. Mach eine schöne Ansage, ja?“
      „Mach ich.“
      „Bis gleich.“
      Ich stiefelte zu Asrloverock, der schon ungeduldig mit der Basuka spielte.
      „Alles klar?“ fragte ich.
      „JA. Ich will jetzt endlich diese verdammte Hütte ausräuchern!“
      „Noch ein kleines bisschen Geduld. Wo ist Engelchen?“
      „Die liegt im Transporter und verdaut das Narkosemittel.“
      „Hoffen wir, dass sie dann auch Trifft.“
      „Irgendwas sicher.“
      „Lordi, weck mal bitte Engelchen!“
      „Ok.“
      „Chef, wir sind da!“ meldete sich Dave, der mit Jarak und Shengo gerade angekommen war.
      „Gut. Dann macht euch mal Einsatzfertig.“
      „Wo ist eigentlich Goofan?“ fragte Shengo.
      „Der holt noch Unterstützung.“
      „Na dann.“
      „E35! Es wird Zeit für deinen Auftritt!“ rief Webmaster.
      „Jaja, bin unterwegs!“
      Ich schnappte mir meine Schutzweste und rannte zu Webmaster, der eine Kamera auf ein Stativ gestellt und an den Computer angeschlossen hatte.
      „Übertragung in drei, zwei, eins, jetzt.“
      Webmaster drückte auf eine Taste und das Bild wurde auf allen Bildschirmen angezeigt.
      „Hallo, Jungs. Ich weiß nicht, vielleicht erinnert ihr euch ja noch an mich. Ich bin der mit dem Roboterarm. Aber was ich euch eigentlich sagen will: Wir sind hier…“
      Webmaster machte einen Kameraschwenk und zeigte unser Lager.
      „…Ihr seid da unten…“ Webmaster schwenkte auf das Firmengrundstück.
      „… und das ist der Hang, der euch gleich ins Haus reinrutscht…“
      Das Bild schwenkte auf den mit Sprengstoff bearbeiteten Hang.
      „Wir wünschen euch noch einen schönen, letzten Aufenthalt und es ist mir eine Freude, euch hiermit den Strom abzudrehen.“
      Ich drückte die Klingeltaste des Funkgerätes, winkte noch einmal in die Kamera, dann brach die Verbindung.
      „So und jetzt das Feuerwerk bitte.“
      (Fortsetzung folgt 8) )

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      Ich schoss auf drei Wächter, die getroffen zu Boden ginge, dann winke ich Shengo und Dave zu mir.
      Nachdem der Erdrutsch mit gewaltigem Lärm auf dem Firmengelände ausgerutscht war, war das Chaos perfekt. Menschen rannten hin und her, die Wachen versuchten, sich zu organisieren und Asrloverock sorgte mit seiner Basuka für explosiven Dauerbeschuss, wobei er mehr auf blindes zerstören, als auf gezieltes schießen aus war. Er schien seinen Spaß zu haben. Während dessen warteten Anastasia und Engelchen auf günstige Gelegenheiten, um die MG-Schützen auszuschalten und Mufuß und E36 waren bei den Helikoptern geblieben und warteten ungeduldig auf unsere Verstärkung.
      Dave, Shengo, Patrick, Lordi, Roflduhastlol, Jarak und ich hatten den ersten Schwall von Verteidigern erfolgreich abgeknallt und uns anschließend in Grüppchen aufgeteilt, um schnell in die einzelnen Gebäude einzudringen. Bereits bei der Planung war mir klar gewesen, dass wir so leichte Beute für wenig Mann waren, aber wir standen unter Zeitdruck und mussten AnnaSophia befreien, bevor irgendein Idiot auf die Idee kam, sie als Angriffsbremse zu benutzen. So waren Shengo, Dave und ich nun im Verwaltungsgebäude gelandet.
      Hinter uns lag ein Schlachtfeld, vor uns standen unsere Gegner, die uns gerade mit Kugeln eindeckten, und dazwischen kauerten wir hinter einem Mauervorsprung und Kugeln sausten über unsere Köpfe.
      „Kommt raus ihr Feiglinge!“ rief einer der Männer.
      „Das willst du nicht!“ rief Dave zurück.
      „Ach ja? Werden wir ja sehen!“
      „Feuer!“ rief ich, wir sprangen auf und schossen.
      Zwei der Männer brachen mit undefinierbaren Lauten zusammen, ein dritter taumelte gegen die Wand, rutschte runter und hinterließ eine Blutspur.
      „Jetzt sind wir wieder dran!“
      Unsere Gegner kamen wieder hinter ihrer Deckung hervor und wir duckten uns wieder.
      Wir wollten gerade wieder zum Gegenangriff übergehen, da donnerte hinter uns ein Basukageschoss in die Wand und sprengte ein Loch in den Gang. Dave wurde vom Druck der Explosion gepackt, über unsere Deckung geschleudert und landete vor den Männern auf dem Boden. An meiner Schläfe lief warmes Blut herunter und Shengo hatte sich am Arm einen großen Kratzer zugezogen.
      „Asrloverock! Pass gefälligst auf, wo du deine Granaten platzierst!“
      „Was?“
      „Du sollst aufpassen, wo du…“
      Kugeln sausten an meinem Kopf vorbei und ich duckte mich wieder.
      „Du hast gerade Dave abgeschossen!“ rief Shengo.
      Ein Geschoss prallte an der Oberseite ab und schlug Splitter aus der Mauer.
      „Jetzt reicht’s!“
      Ich sprang über das Mäuerchen, hob meine MP und zielte am Lauf entlang. Wie in Zeitlupe spürte ich den Rückstoß des Schusses, ich sah, wie die Kugeln den Lauf verließen und dann ihre Ziele trafen. Einer nach dem anderen kippte um, von genau einer Kugel getroffen.
      „Wow! Gut getroffen!“ stellte Shengo fest.
      „Wie geht es ihm?“
      „Er hat mindestens einige gebrochene Rippen, wenn nicht noch innere Verletzungen.“
      „Ok. Dann bleibst du da und ich geh allein weiter.“
      „E35, das überlebst du nicht!“
      „Nicht so optimistisch!“
      Ich ging an Dave und Shengo vorbei, stieg über die toten Männer und lief den Gang entlang.
      (Fortsetzung folgt 8) )

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