[Fanfiction] Brücke nach Terabithia 2 by Karrzun

      [Fanfiction] Brücke nach Terabithia 2 by Karrzun

      Hi,

      ich habe aus Langeweile heute innerhalb von rund 20-30 Minuten ein paar Sätzchen verfasst, die an die Geschichte "Brücke nach Terabithia" anknüpfen.

      Ich weiß, es ist in keiner Weise etwas besonderes und mit dem ursprünglichen Text, sprich "Brücke nach Terabithia" Teil 1, kann ich es schon gar nicht aufnehmen, aber um mir ein wenig die Zeit zu vertreiben, nützt es.

      Ich erlaube Kritiken und Stellungnahmen nicht nur, sondern erbitte sie. ;)
      Allerdings bitte ich Euch auch darum, sie freundlich zu formulieren und mir möglichst auch noch ein paar Verbesserungsvorschläge zu geben. Vielleicht auch indem Ihr die Textpassage, die Euch nicht gefällt, kopiert und die ausgebesserten Sätze/Satzteile/etc. markiert (durch unterstreichen, fetter Schrift o.Ä.). :)



      Also, hier mal mein Ansatz:


      Die Brücke nach Terabithia 2 - Die Rückkehr nach Terabithia


      I


      Der Wind pfiff und Regen prasselte gegen das Fenster, an dem ein Junge stand. Er hielt ein Buch in den Händen und betrachtete weinend eine der vielen Zeichnungen - eine Zeichnung eines blonden Mädchens, eine Zeichnung von Leslie Burke. Tränen rannten Jess's Wangen hinunter und tropften zu Boden, während dieser schon fast flehend das Buch ansah, als wolle er es um einen Gefallen bitten.
      Als Schritte treppaufwärts zu hören waren, wischte er sich die Tränen ab, schloss das Buch und legte es zurück in die Schublade seines Nachttisches. Seine jüngere Schwester Maybelle war es, die durch den Türspalt lugte.
      "Was willst Du?", fragte Jess noch mit einem Kloß im Hals. "Mum sagt, das Essen ist fertig. Du sollst runter kommen." "Sag Ihr, ich hab keinen Hunger." Maybelle legte die Stirn in Falten, fragte aber nicht weiter nach, sondern drehte sich um und schloss die Tür hinter sich.
      Das Verhältnis zwischen Jess und seiner Familie war über Monate hinweg immer schlechter geworden: Er unternahm mit Maybelle keine Ausflüge mehr nach Terabithia und half immer weniger im Haushalt, bis er sich schließlich vollkommen in sein Zimmer zurückzog. Nur für wenige Minuten am Tag, wenn er morgens das Haus verließ, um zur Schule zu gehen, oder spät abends zurück kam, bekam man ihn kurz zu Gesicht, bevor er wieder nach oben verschwand. Sein Zimmer hatte er, seitdem Maybelle in das Zimmer von Brenda, die inzwischen ihre eigene Wohnung besaß, gezogen war, für sich allein.
      Schon kurz nachdem seine Schwester das Zimmer wieder verlassen hatte, begann der Strom der Tränen erneut. Er konnte Leslie einfach nicht vergessen, sie nicht loslassen und noch weniger wollte er es. Die zwischenzeitlichen Ausflüge mit Maybelle, die er nach Terabithia unternommen hatte, hatten ihm zwar ein ähnliches Gefühl der Geborgenheit gegeben, doch das hielt nicht lange an und schon bald sehnte er sich wieder nach Leslie. Auch jetzt noch, fast 10 Monate nach ihrem Tod, hing er an ihr. Schon seit einigen Wochen, ja sogar Monaten, lies sie ihn nicht mehr los: Tag für Tag dachte er an sie, Nacht für Nacht, nachdem er sich in den Schlaf geweint hatte, träumte er von ihr. Nichts konnte ihm Trost schenken, noch empfand er Freude, egal was er auch tat. Man konnte es nicht mehr anders beschreiben: Er versank in Trauer um sie...


      [...]




      Je nachdem, wie er es bewertet, schreibe ich weiter. ;)
      Und jetzt hab' ich vergessen, was ich die ganze Zeit noch sagen wollte... :D :(


      //€dit:
      Wieder eingefallen:
      Hab's absichtlich in relativ simplen Deutsch geschrieben, sprich lieber "machen", "tun" und Ähnliches verwendet, als beispielsweise "agieren" und das wird wohl voraussichtlich auch weiterhin so passieren.
      Oder denkt Ihr, das sollte ich anders machen? ?(


      //€dit2:
      Textpassage ergänzt (fett markiert). ;)


      //€dit3:
      Damit rechtlich auch noch alles passt: :rolleyes:
      Ich besitze keine Rechte am 1. "Brücke nach Terabithia"-Teil, weder am Film, dem Titel, am Buch noch an sonst irgendetwas, was damit zu tun hat. Ich habe auch keine Beziehungen zu den Leuten, die das tun. Der von mir verfasste zweite Teil, der auf dem Film "Die Brücke nach Terabithia" aufbaut,l entstammt einzig und allein meiner Phantasie und jegliche Ähnlichkeiten zu anderen "Brücke nach Terabithia"-Fortsetzungen sind rein zufällig entstanden. Wenn jedoch eine Geschichte im Internet oder sonst irgendwo auftaucht, die nicht nur genau so, wie die meine heißt, sondern auch noch den gleichen Inhalt hat und bei der nicht angegeben ist, dass sie einer anderen Seite entnommen wurde, behalte ich mir vor zu behaupten, dass jene Fortsetzung eine Kopie der meinen ist, um damit Ansehen oder etwas Anderes von anderen Leuten zu "gewinnen".
      Ich verfasse diese Geschichte, um Leute zu unterhalten, nicht um Geld zu verdienen. Auch, wenn meine Geschichte durch nichts kopiergeschützt oder etwas Ähnliches ist, bitte ich Euch, sie nicht zu kopieren und/oder zu vervielfältigen, sondern ausschließlich den Link zu diesem Thread zu posten, wenn Ihr sie verbreiten wollt oder ihn zumindest als Quelle anzugeben.


      Damit dürfte alles gesagt sein. ;)
      AnnaSophia Robb Fan seit 20.1.09:
      20.01.09: Brücke nach Terabithia
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      09.05.09: Drake und Josh-Folge
      25.08.09: Thomas in geheimer Mission
      13.12.09: Jumper

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      Sodele, es folgt auch sogleich der 2. Teil:



      II


      Das erste Wochenende nach den Ferien verging genau so schnell, wie es gekommen war und Jess betrat den Schulbus. Es herrschte das übliche Chaos und Gerede, bei dem jeder versuchte, den anderen an Lautstärke zu übertreffen. Jess setzte sich auf einen Sitz im hinteren Bereich des Busses, wo er, wie gewohnt, alleine die Busfahrt verbrachte. Niemand kümmerte sich darum, ob er nun da war oder nicht geschweige denn, dass es jemanden interessierte, wen er ihn anrempelte.
      Wenn er das Schulhaus betrat, wurde es sogar noch schlimmer. Nachdem Janice Avery aufgehört hatte, den Beschützer für Jess zu spielen und sich wieder ihren alten Freunden zugewandt hatte, waren Gary Fultcher und Scott Hoager wieder zur Stelle gewesen und hatten ihn andauernd drangsaliert. Sie fanden ganz offensichtlich Gefallen daran, Jess hinter dem Rücken der Lehrer auf immer neue Weiße zu ärgern und ihm im Vorbeigehen Schmerzen zuzufügen, so gut es nur ging. Wenn sie ihn nicht gerade durch die Flure schupsen konnten, verbreiteten sie so viele Gerüchte über ihn wie nur irgend möglich. Es war, als hätte die Schule Leslie bereits wieder vergessen. Selbst Ms Edmunds oder Mrs „Monstermaul“ Myers konnten Jess kein aufmunterndes Lächeln schenken, wenn sie sahen, dass er geknickt durch das Schulhaus lief, obwohl Mrs Myers doch selbst noch Tränen vergossen hatte, als sie versucht hatte, Jess Trost zu spenden.
      Jess dachte hin und wieder darüber nach, einfach nicht mehr zur Schule zu gehen, um die Anderen einfach nicht sehen zu müssen. Gerade, als er darüber nachdachte, einfach die Schule zu verlassen, hörte er eine Frauenstimme hinter sich seinen Namen rufen.
      Er drehte sich um und sah Ms Edmunds, die am anderen Ende des Flures stand und ihn herbei winkte. „Jess, komm doch bitte mal zu mir. Ich möchte mit Dir reden.“ Langsam und etwas zögerlich machte Jess Schritte in die Richtung des Klassenzimmers, in das Ms Edmunds verschwunden war. Nach gefühlten Stunden betrat er das Klassenzimmer, schloss die Tür hinter sich und blickte seine Musiklehrerin fragend an.
      „Setz dich.“, sagte diese und deutete auf den Stuhl gegenüber des Pultes, an dem sie saß.
      „Was ist los mit Dir, Jess? Schon kurz vor den Ferien hast Du bedrückt gewirkt, aber jetzt – hast Du Probleme mit Deiner Familie?“ Jess, der durch das Fenster nach außen gesehen hatte, senkte den Blick zu Boden, antwortete aber nicht. „Hattest Du Streit mit Deinem Vater?“ „Ich will nicht darüber sprechen.“, gab Jess leise zurück. „Jess, ich will Dir wirklich nur helfen, aber...“ „Ich brauche Ihre Hilfe nicht!“, blitzte Jess auf, diesmal deutlich lauter. „Ich brauche sie nicht und wollen tu ich sie schon gar nicht!“ Jetzt senkte Ms Edmunds den Blick.
      Jess fühlte sich sofort schuldig, dass er seine Lehrerin so angeschrien hatte, lies sich aber nichts anmerken. „Ich kann Dich natürlich nicht zwingen, Jess, aber bitte: Wenn ich Dir dabei helfen kann, dann erzähl's mir.“ „Sie können mir nicht helfen,“, presste Jess zwischen seinen Lippen hervor, den Blick immer noch zu Boden gerichtet, „niemand kann das.“
      Ms Edmunds seufzte tief. „Bitte komm zu mir, wenn Du Deine Meinung änderst. Und vergiss nicht: Glaub nicht, Du bist allein, denn das bist Du nicht Ich werde Dir auf jeden Fall helfen.“, sagte sie noch, dann verließ sie den Raum und ließ Jess nachdenklich zurück, der ihr noch hinterher gesehen hatte, als sie den Raum verlassen hatte.
      Er bleib noch sitzen und dachte über das nach, was sie zu ihm gesagt hatte: „Glaub nicht, Du bist allein, denn das bist Du nicht.“ Er konnte sich nicht damit anfreunden, dass sie ihm helfen wollte, war sie es doch gewesen, die ihn mit ins Museum genommen hatte und Leslie deshalb alleine nach Terabithia musste. Er wusste zwar, das sie nichts dafür konnte, aber er wollte ihr die Schuld dafür geben – vielleicht auch nur um sich selbst ausreden zu können, dass er ihre Hilfe akzeptieren sollte. So oder so wollte er mit niemandem seine Gedanken teilen, er wollte einfach nur Leslie wiedersehen.
      AnnaSophia Robb Fan seit 20.1.09:
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      13.12.09: Jumper
      Und auch der dritte Teil ist fertig:

      III


      Jess stand am Anfang des Schotterwegs, der zum Haus führte, während die Türen des Busses sich hinter ihm schlossen. „Kommst Du heute wieder so spät?“, fragte May Belle, die ein paar Meter weiter stand und auf ihn wartete. „Ich weiß nicht.“, meinte Jess wahrheitsgemäß. „Aber Du kannst Mum sagen, dass es später wird. Dann macht sie sich keine Sorgen.“ Eigentlich wollte er nur sicher sein, dass sie ihn nicht suchte, damit er, wenn er es denn wollte, allein sein konnte, doch das verschwieg er.
      Jess blieb stehen und vergewisserte sich, dass seine Schwester nach Hause ging, ehe er anfing darüber nach zu denken, was er denn überhaupt tun wolle. Er warf seine Schultasche ins hohe Gras, wo sie niemand sehen konnte und schlenderte dann mit langsamen Schritten die Straße entlang. Sein Blick fiel auf das Haus, in dem Leslie früher gewohnt hatte und in dem jetzt wieder ihre Eltern wohnten. Er lief weiter darauf zu und machte erst Halt, als er an der Zufahrt zum Grundstück stand. Durch das Fenster konnte er Leslie’s Eltern, Bill und Judy, sehen, die gemeinsam an einem Tisch saßen und zu Mittag aßen. „Glaub nicht Du bist allein, denn das bist Du nicht.“, kam es ihm wieder in den Kopf. Wenn ihm jemand helfen konnte, dann waren es die Burkes, aber er wollte sie nicht an ihre tote Tochter erinnern, ihnen nicht die gleichen Schmerzen bereiten, wie er sie verspürte. Jess ging wieder hinaus auf die Straße und wanderte sie weiter entlang. Er wusste nicht, wie lang er gegangen war, vielleicht eine, vielleicht auch 3 Stunden, aber verspürte immer heftiger das Bedürfnis, mit den Burkes reden zu wollen.
      Also machte er schließlich Kehrt, auf den Weg die Straße zurück zu seinen Nachbarn.
      Als Jess wieder an der Zufahrt stand, hielt er noch einmal inne und versuchte sich zu sammeln, um nicht in Tränen auszubrechen, wenn er über Leslie sprach. Nach einer knappen Minute setzte er einen Fuß vor und machte langsam Schritte in Richtung Eingangstür. Leslie’s Vater öffnete die Tür. „Oh. Hallo Jess, schön Dich zu sehen. Komm doch rein.“ „Danke.“, murmelte Jess leise. „Was gibt’s?“ Jess, der inzwischen auf dem Sofa Platz genommen hatte, blickte umher und erinnerte sich, wie er diesen Raum damals noch mit Leslie und ihren Eltern gestrichen hatte und wie viel Spaß sie gehabt hatten. Bei diesen Gedanken, schnürte sich seine Kehle enger, seine Augen wurden feucht, aber er unterdrückte die Tränen.
      „Jess?“ Er zuckte und blickte Leslie’s Vater in die Augen, bevor er langsam zu sprechen begann. „Es – es ist wegen – wegen Leslie.“ Die freundlichen und weichen Gesichtszüge von Bill Burke begannen sofort zu schmelzen, er machte einen ernsten Eindruck, schwieg aber erst einmal. „Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll.“, fuhr Jess zögerlich fort. „Ich – ich kann sie nicht vergessen, verstehen Sie?“ Jess konnte jetzt deutlich die Falten im Gesicht des Mannes sehen. Im schwachen Licht, dass die Abendsonne noch spendete, wirkte er ausgemergelt und erschöpft. „Ja, ich kann Dich sehr gut verstehen. Mir geht sie manchmal auch nicht mehr aus dem Kopf.“, sagte er und wirkte dabei etwas entmutigt. „Aber ich versuche neue Herausforderungen zu finden und nicht zu stark zu trauern – Leslie hätte das sicherlich nicht gewollt.“ Jess ließ den Kopf hängen, wie schon im Klassenzimmer bei Ms Edmunds. „Und wenn ich an sie denke, dann meist an die guten Zeiten und nicht, dass sie jetzt fort ist. Wir hatten hier so viel Freude, daran denke ich gerne. Geh Du doch dorthin, wo Du mir ihr am meisten Spaß hattest und versuch es Dir wieder in Erinnerung zu rufen. Das ist auf jeden Fall besser, als nur um sie zu trauern.“ Mit einem aufgesetzten Lächeln stand Jess auf, verabschiedete sich und ging. Doch obwohl die Sonne schon die Baumspitzen berührte und sie in goldenes Licht tauchte, ging Jess nicht nach Hause. Er hatte etwas anderes vor…
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      So, ich hab' mich dazu gezwungen, den 4. Teil heute noch fertig zu schreiben. ;)
      Aber bitte nicht wundern, wenn er etwas überhastet klingt - wollte ihn zwar heute noch fertig bekommen, hatte aber keine Lust mehr. :( ;)


      IV


      Jess folgte dem Weg in Richtung Wald, in Richtung Terabithia. Er wusste, dass es spät werden würde, aber es war ihm gleich. Er wollte nur keine schmerzvollen Gedanken an Leslie haben, das war ihm in diesem Moment wichtiger als alles Andere.
      Der Weg war von anscheinend allen Menschen gemieden worden, denn dichte, kleine Sträucher, die das Vorankommen erschwerten, waren auf ihm gewachsen und hätte Jess den Weg nicht gekannt, hätte er ihn wohl nicht für einen solchen gehalten, so bewachsen war er inzwischen. Es dauerte jedoch nicht lange, bis er den Fluss erreichte. Dieser plätscherte ruhig vor sich hin und man wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass hier etwas Schlimmes passieren könnte, wenn man die hübsch blühenden Blumen unter den ehrwürdig wirkenden Bäumen sah. Er ließ seinen Blick umherschweifen, bis er den Rest des abgerissenen Seils erblickte, was ihm einen Stich versetzte. Dennoch ging er weiter auf die morsch wirkende Brücke, die er damals gebaut hatte, zu. Seine Augen wanderten die von Moos bewachsenen Bretter ab, befand sie für stabil genug und wagte sich langsam darauf. Man konnte hin und wieder einen lautes Knacken hören, wenn Jess einen Schritt machte, obgleich hielt sein Werk.
      Er ließ den Fluss hinter sich und schritt ziellos weiter in den Wald. Nach ein paar Minuten des Herumschlenderns zwischen den Bäumen, erblickte er das alte Auto. Auch an diesem Ort verfiel er wieder in Gedanken an Leslie – aber es waren keine Trauergedanken, sondern er erinnerte sich daran, was sie gesagt hatte, als die beiden zum ersten Mal hier gewesen waren. „Was ist das?“, erinnerte sich Jess, gesagt zu haben. Die Schlüssel, der um den Rückspiegel des Autos gehangen hatten, hatten gerasselt. „Die Gefangenen, die mit ihren Kette rasseln.“ „Welche Gefangen?“ „Die Gefangen des Dunklen Meisters.“
      Während Jess in der Erinnerung schwalg und schon fast sehen konnte, wie Leslie wieder vor ihm stand und sich mit ihm unterhielt, begann er langsam zu lächeln. Doch so schön es auch war, sie gedanklich wieder bei sich zu haben, wollte Jess noch mehr. Also ging er den Weg weiter und kam schon bald an das Baumhaus, das sie zusammen wieder aufgebaut hatten, in dem sie so viel Spaß hatten, von Eich-Hoagern angegriffen worden waren und der Baum eines Trolls sie beinahe erschlagen hätte. All diese Erinnerungen brachten Leslie Jess ein wenig mehr zurück, jetzt wo er hier stand und sich alles wieder in Erinnerung rufen konnte.
      Er verbrachte einige Zeit damit, die Wege abzulaufen, auf denen sie früher gemeinsam unterwegs gewesen waren. Nachdem er eine Zeit lang unterwegs gewesen war, bemerkte er, wie dunkel es geworden war und beschloss nach Hause zu gehen. Jedoch war er nicht traurig, im Gegenteil: Er lächelte, er lächelte zum ersten Mal seit 10 Monaten.
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      Habe auch den 5. Teil heute noch gar fertig gemacht - aber ich muss sagen, Teil 4 & 5 gefallen mir nicht so wie die ersten 3... :( ?(



      V


      In den nächsten Tagen und Wochen verbrachte Jess die Tage immer häufiger damit, seine Erinnerungen von Leslie in Terabithia noch einmal zu durchleben. Die Zeit, die er dort verbrachte, bedeutete für ihn alles und er hätte sie für nichts in der Welt aufgegeben. Für ihn war ein großer Trost, dass er sich dort nicht völlig von seiner besten Freundin verlasse fühlte.
      Nach einigen Malen beschloss er, dass es ersichtlich sein sollte, wie stark Leslie diesen Ort für ihn geprägt hatte. Seine Arbeit zog sich über Wochen hinweg, doch für Jess war es nicht nur Anstrengung und Holzschleppen, sondern er empfand Freude dabei. Anfangs war es nur ein wahllos aufeinander gestapelter Haufen Holz, der unter dem alten Baumhaus lag. Jedoch nach einiger Zeit begann er zu wachsen und nahm Konturen an. Langsam aber sicher konnte man eine Art hölzerne Pyramide, die an den Seiten von einer Unzahl an Ästen und Stöcken gestützt wurde, erkennen, der die Spitze fehlte und stattdessen eine Fläche bot. In die obere Fläche, die aus nur einer großen Holzplatte bestand, war eine mit Wachs gefüllte Mulde, aus der ein Docht ragte, gebohrt. Es wirkte wie eine Kerze in der Halterung, darum verstreut lagen Rosen- und Kirschblüten. Den Rand der Platte zierten eingeschnitzte Linien, die sich kunstvoll ineinander verwoben und wie ein verflochtener Rosenstrauch wirkten. Etwa in der Mitte der Platte, hinter der Kerze, lag das Buch, in dem Jess noch vor wenigen Wochen Leslie’s Bild weinend betrachtet hatte.
      Alles in allem war er sehr stolz auf seinen kleinen Altar, der jetzt mitten im Wald unter dem Baumhaus stand und etwas Majestätisches ausstrahlte.

      Dass er zwar gedanklich immer noch Tag für Tag bei Leslie war, aber nicht mehr um sie trauerte, war ihm offensichtlich auch nach außen hin anzusehen. Nach einer Stunde, als alle anderen Schüler bereits das Klassenzimmer verlassen und in die Pause gegangen waren, sprach ihn Ms Edmunds an: „Was war denn los mit Dir? Du warst so plötzlich völlig betrübt und jetzt innerhalb von zwei Tagen wieder ein ganz Anderer.“ Jess war es unangenehm, mit ihr darüber zu sprechen, deshalb sagte er so wenig wie möglich. „Es ist nichts.“ „Jetzt vielleicht nicht mehr, aber was war denn los?“ „Es war auch nichts.“
      Erst einmal trat Schweigen ein. Seine Musiklehrerin beäugte ihn misstrauisch, bevor die die Stille durchbrach. „Na gut, wenn Du meinst.“ Sie ging zur Tür und hielt sie ihm auf. „Bis morgen.“, verabschiedete sie sich freundlich. „Ja, bis morgen.“, antwortete er eintönig.
      Allerdings schien seine Veränderung nicht nur Ms Edmunds aufzufallen. Scott Hoager und Gary Fultcher fanden schon bald keinen Gefallen mehr daran, den immer gut gelaunten Jess zu triezen. Und so hatte er bald in der Schule seine Ruhe und auch dort seine Zeit, sich in Gedanken vollends Leslie zu widmen.
      AnnaSophia Robb Fan seit 20.1.09:
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      13.12.09: Jumper
      Hallo Karrzun,

      endlich habe ich heute Zeit und durfte mir eben deine Geschichten genauer durchlesen.

      Was soll ich dazu sagen, ich finde es sehr schön, wie du schreibst. Die Geschichten lesen sich sehr toll, als hätte sie ein Schriftsteller geschrieben. Auch wie du alle Details aus dem Film mit übernommen hast, die Mimik und Ausdrücke der Personen beschrieben hast. Am meisten gefallen mir Teil 1 bis 4, weil bei dem 5 Teil schon das Ende ist ;). An einer Stelle liest sich ein Teil so traurig, das es mich berührt hat. Im ganzen kann ich immer wieder sagen, das es dir sehr gut gelungen ist. Von mir gibt es ein 1 + :D

      Lg

      Webmaster
      Lass Deiner Fantasie freien Lauf ;)



      =)
      Vielen, vielen, vielen Dank. =) Dass es Dir so gefällt, freut mich wirklich.
      Teil 5 ist allerdings nicht der letzte Teil, geplant habe ich bis Teil 8.
      Nur leider schreiben wir innerhalb von 3 Tagen 3 Schulaufgaben (Tests) an unserer Schule, die ich nicht in den Sand setzen darf, da ich sonst sitzen bleibe. Das Lernen hat mir die Zeit zum schreiben genommen. :(
      Ab morgen Nachmittag habe ich dann wieder mehr Zeit. :)
      AnnaSophia Robb Fan seit 20.1.09:
      20.01.09: Brücke nach Terabithia
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      13.12.09: Jumper
      Hammer, es kommen noch paar Teile hinzu 8o 8o 8o Darauf freue ich mich schon riesig :D.

      Bitte vernachlässige nicht deswegen deine Schule :( Keiner zwingt dich, die Geschichten sofort zu schreiben. Lass dir dabei in ruhe Zeit, dann steigt auch die Spannung auf die neuen Geschichten ;)

      Für die Tests wünsche ich dir VIEL GLÜCK. Ich drücke dir fest die Daumen ;)

      Lg

      Webmaster
      Lass Deiner Fantasie freien Lauf ;)



      Habe mich am neuen Teil versucht. ;)


      VI


      Immer häufiger und immer länger wurden seine Aufenthalte in Terabithia. Für Jess war es nun schon nicht mehr aus der Welt zu denken, jeden Tag mehrere Stunden dort zu verbringen. Zu Haue war er nur noch, um zu schlafen, duschen oder zu essen, ansonsten hockte er oben im Baumhaus und träumte von Leslie.
      Nachdem Mrs Myers die Klasse jedoch eines Freitags mal wieder mal ins Wochenende verabschiedet hatte und er aus dem Bus nach Hause gestiegen war, machte er sich nicht wieder auf in Richtung Wald, sondern ging erst einmal ins Haus. Es warf seine Tasche auf den Tisch, kippte sie aus, damit sein Zeug heraus fiel, und füllte sie stattdessen mit Cola-Dosen, Wasserflaschen, Keksen, Brötchen und allerhand anderem essbaren Zeug, das er in der Küche fand. Dann holte er noch sein Bettzeug von oben und verschwand wieder nach draußen. Jess hatte vor, das Wochenende im Wald zu verbringen, aber ob seine Familie Bescheid wusste oder nicht, war ihm gleich.
      Er machte sich in Richtung Wald auf und breitete dort seine Sachen aus. Kurz darauf wurde es bereits dunkel, weshalb er schon bald darauf versuchte, auf dem hölzernen Boden des Baumhauses Schlaf zu finden. Doch das Holz war zu hart, um richtig darauf ruhen zu können, deshalb begnügte er sich damit, wieder mit Leslie in Gedanken Waldwege entlang zu schlendern, bis ihn schließlich doch noch die Müdigkeit übermannte.
      Am nächsten Tag erwachte er erst spät. Jess hatte zwar keine Uhr bei sich, aber die Sonne stand bereits hoch über den Baumspitzen und strahlte hell auf ihn herab. Er griff nach einem Brot, bevor er den Tag begann. Zuerst stieg er an den Ästen den Baum hinab, stellte sich vor seinen kleinen Altar und versank wieder für ein paar Minuten in Gedanken. Dann kramte er einen Bleistift aus der Tasche, schnappte sich das Buch, das immer noch dort unter dem Baumhaus im Wald gelegen hatte, suchte sich einen Baum, auf den der kletterte, und fing an, neue Zeichnungen von Leslie anzufertigen.
      Er saß Stunden dort oben im Baum und zeichnete ein Bild nach dem Anderen, immer mehr den Hintergrund vernachlässigend und darauf achtend, seine Freundin möglichst schön zu Papier zu bringen. Kurz nach dem die Sonne untergegangen war, hatte er das Buch voll. Es war jetzt bis zur letzten Seite mit Leslie gefüllt. Jess schlenderte zurück zum Baumhaus, wo er das Buch wieder auf den Altar legte, und kroch wieder unter seine dünne Decke, um zu schlafen, doch wieder fand er keine Ruhe.
      Es war kalt und der Wind wehte heftig. Jess saß zusammengekauert in einer Ecke des Baumhauses und versuchte, sich möglichst in seine Decke einzuhüllen. Und gerade, als er sich drehte, um sein Gesicht vor dem Wind zu schützen, sah er etwas, was er nicht für möglich gehalten hatte. Es war ein Traum, es musste ein Traum sein! Und obwohl es unmöglich war, sah er es doch.
      Direkt vor dem Baumhaus stand Leslie – aber sie war nicht sie selbst, sondern es wirkte nur wie eine Art Geist von ihr; farblos, kalt. Jess rieb sich die Augen und als er sie wieder öffnete, war es auch schon wieder vorbei. Keine Leslie stand mehr vor ihm, niemand. Er wollte sich aber nicht einreden, dass er es sich nur eingebildet hatte. Zu groß war seine Hoffnung, sie wieder zu sehen. Aber was, wenn doch keine Einbildung, war es dann gewesen?
      AnnaSophia Robb Fan seit 20.1.09:
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      Na das wird jetzt mal interessant, ob Leslie nun doch auf irgendeiner Weise existiert :rolleyes:. Sieht Jess eigentlich noch etwas von der Stadt "Terabithia" ? Ich warte mal ab und freue mich schon auf den nächsten Teil ;)

      Lg

      Webmaster
      Lass Deiner Fantasie freien Lauf ;)



      Die Stadt bzw. Burg Terabithia will ich ehrlich gesagt nicht mehr mit einbringen, nein. Ganz einfach deswegen, weil Jess sich ja nur in Terabithia aufhält, um sich an die schönen Zeiten mit Leslie zu erinnern und da die beiden das Schloss nie besucht haben, wird Jess das auch in meiner Geschichte nicht tun. ;)

      Ab sofort versuche ich die Teile wieder etwas mehr im Stile der ersten Drei zu halten, die letzten Drei gefallen mir nicht wirklich. :(
      AnnaSophia Robb Fan seit 20.1.09:
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      Ach, ok. Vielleicht ist es auch besser so, sonst würde zu viel Uninteressantes in der Geschichte stehen.

      Hmm, also mir gefallen die Teile bis jetzt sehr gut. :]

      Glückwunsch zu deinem 100 Beitrag :D

      Lg

      Webmaster
      Lass Deiner Fantasie freien Lauf ;)



      Hat zwar wieder etwas gedauert, aber ich bin endlich mit dem 7., also vorletzten Teil, fertig geworden. Habe das Gefühl, dieser ist mir wieder ein klein wenig besser gelungen.


      VII


      Jess hatte keine andere Erklärung mehr für das, was er gesehen hatte. Er war schlicht weg verrückt, vielleicht verrückt nach Leslie, aber eben verrückt. Er wusste sich nicht mehr anders zu helfen, also beschloss er wieder zu Bill Burke zu gehen, um mit ihm über alles zu reden. Als er sonntagnachmittags an der Tür der Burkes klopfte, war es aber Judy, Leslie's Mutter, die öffnete. „Hi, Jess. Komm doch rein.“, begrüßte sie ihn freundlich. „Du willst zu Bill, nicht wahr? - Bill?! Jess ist hier!“ Jess betrat das Wohnzimmer, in das nur kurz darauf auch schon Leslie's Vater kam. „Alles in Ordnung? Geht es wieder um Leslie?“, fragte er leicht besorgt. Jess nickte ein wenig. „Kannst Du sie immer noch nicht vergessen?“ „Das ist es nicht, ganz im Gegenteil. An sich ist alles OK, nur...“ Eine peinliche Pause entstand. Jess war es unangenehm, es auszusprechen, wo er sich doch nicht einmal sicher war, ob das, was er gesehen hatte, wirklich Leslie gewesen war. „...nur... ich habe – nein, ich glaube, ich habe sie gesehen.“ „Du meinst, Du hast von ihr geträumt?“ „Nein. Kann sein. Ich weiß nicht. Aber ich glaube, es war kein Traum. Ich saß letzte Nacht im Baumhaus und da stand sie einfach so vor mir.“ Bill Burke wirkte geschockt, fasste sich aber schnell wieder. „Und einen Augenblick später war sie wieder verschwunden.“ „Aber Jess. Das war sicherlich nur Einbildung, Du denkst einfach zu viel an sie.“ „Aber sie wirkte so echt! So real. So... lebendig.“
      Die Beiden blickten sich an, ohne weitere Worte zu wechseln, bis Bill die Stille unterbrach. „Es tut mir Leid, Jess, aber – aber...“ Doch bevor er weitersprechen konnte, lief ihm eine Träne die Wange hinunter und tropfte von seinem Kinn zu Boden. „Sie wird nun mal nicht zurückkehren.“, sagte er in einer ungewohnten, traurigen Art. „Es ist leider so.“ „Aber ich bin mir doch so sicher.“, log Jess. Er selbst hielt es ja auch für pure Einbildung, hoffte aber weiterhin darauf, sich zu irren. Der Gedanke, Leslie wieder zu sehen, ließ ihn innerlich hüpfen und machte den Tag etwas erträglicher. „Es kann einfach keine Einbildung gewesen sein.“ „Aber was war es denn dann?“ „Ich weiß ja auch nicht.“ Sie schauten sich wieder an, bevor Jess schließlich aufstand, sich verabschiedete und ging, ohne auch nur ein Stück weitergekommen zu sein.

      Tags darauf sprach er Ms Edmunds darauf an. „Ms Edmunds? Kann ich kurz mit Ihnen reden?“ „Ja, sicher doch.“, meinte sie. Jess wartete noch bis alle hinausgegangen waren, bevor er anfing. „Sie haben mich doch vor ein paar Wochen gefragt, was mit mir los sei, können Sie sich erinnern? Naja, wissen Sie: Ich musste immerzu an Leslie denken.“ Ms Edmunds war sichtlich überrascht, unterbrach ihn aber nicht. „Dann bin ich zu ihrem Vater, Bill, gegangen und er sagte mir, dass ich dort hingehen sollte, wo ich den meisten Spaß mit ihr hatte. Das hat geholfen, aber als ich am Samstag im Wald übernachtet habe, habe ich sie gesehen.“ Der Unterkiefer seiner Musiklehrerin klappte ein wenig herunter. „Das ist nur schwer möglich.“, sagte sie mit einem verschmitzten Lächeln. „Du musst nur Deinen Kopf mal wieder frei machen, Jess. Es tut Dir nicht gut, wenn Du nur“, und offensichtlich suchte sie, während sie für einen Moment inne hielt, einen Weg, es möglichst sanft auszudrücken, „Personen nachhängst, die Du nicht wieder sehen wirst.“ Jess war ein klein wenig entsetzt, dass sie es so direkt ansprach, wusste aber auch, dass sie vermutlich Recht hatte. Doch trotz Allem wollte er sich nicht entmutigen lassen, sondern machte sich weiter Hoffnung.
      AnnaSophia Robb Fan seit 20.1.09:
      20.01.09: Brücke nach Terabithia
      12.02.09: The Reaping
      09.05.09: Drake und Josh-Folge
      25.08.09: Thomas in geheimer Mission
      13.12.09: Jumper
      Wieder eine sehr interessante und gelungene Geschichte. Finde ich etwas daneben, dass ihm alle die Hoffnung verderben und ihm nicht helfen. Aber von Jess finde ich es toll, dass er weiter an Leslie glaubt, vor allem, das er Leslie gesehen hat. War das vielleicht eine Einbildung oder steckt da doch mehr... :rolleyes: Ich bin mal gespannt auf das "vielleicht" Happy End ;)

      Lg

      Webmaster
      Lass Deiner Fantasie freien Lauf ;)



      Original von Webmaster
      Wieder eine sehr interessante und gelungene Geschichte.


      Vielen Dank. :D

      Finde ich etwas daneben, dass ihm alle die Hoffnung verderben und ihm nicht helfen. Aber von Jess finde ich es toll, dass er weiter an Leslie glaubt, [...]


      Anfangs war es ja umgekehrt: Man wollte ihm helfen, doch er wollte nicht reden. Jetzt, wo er redet, kann/will man ihm nicht helfen.

      War das vielleicht eine Einbildung oder steckt da doch mehr... :rolleyes: Ich bin mal gespannt auf das "vielleicht" Happy End ;)


      Ich hoffe, ich enttäusche Dich nicht. ;)


      Gruß
      AnnaSophia Robb Fan seit 20.1.09:
      20.01.09: Brücke nach Terabithia
      12.02.09: The Reaping
      09.05.09: Drake und Josh-Folge
      25.08.09: Thomas in geheimer Mission
      13.12.09: Jumper
      Habe den letzten Teil fertig, der mir aber gar nicht gefällt - ich hasse mich für den Teil. :whistling: :cursing: ;)

      VIII

      Entgegen Ms Edmunds’ Vorschlag, seinen Kopf frei zu machen, machte sich Jess wieder auf den Weg nach Terabithia. Die Verbundenheit, die er dort mit Leslie empfand, war unbeschreiblich und bedeutete ihm alles. Er saß im Baumhaus und rief sich die Begegnung mit Leslie wieder in Erinnerung, wie sie ausgesehen hatte, wie sie ihn verzaubert hatte, obwohl sie doch nur dagestanden war, wenn sie es denn gewesen war.
      Stundenlang lag er dort und schwelgte in Erinnerungen bis in den späten Nachmittag. Dann kam er wieder hinuntergeklettert und wollte gehen, fühlte sich jedoch unwohl, beobachtet. Er blickte sich um und sein Herz macht einen Hüpfer, als er zwischen den Bäumen die weiße Silhouette Leslie’s stehen sah, die ihn musterte. „Leslie?“, fragte er, aber sie gab keine Antwort. Langsam und vorsichtig ging er auf sie zu, ohne sie für einen Moment aus den Augen zu lassen. Er blieb stehen, als sie nur noch wenige Meter entfernt war. „Leslie?“, wiederholte er, doch sie gab weiterhin keinen Laut von sich.
      Jess machte noch ein paar Schritte, bis er ihr schließlich genau gegenüber stand. Er wollte gerade den Mund öffnen, als Leslie „Hi, Jess.“ sagte und sich ihr Mund langsam zu einem Lächeln formte. Er stand ungläubig vor ihr und starrte sie ausdruckslos an, doch dann fing er auch er zu lächeln an. „Wie kann das sein?“, fragte er. Sein Lächeln verschwand, als er fortfuhr: „Ich dachte, Du wärst… Du weißt schon. Und warum bist Du ganz weiß?“ „Du hast Recht, Jess: Ich bin tot. Dennoch lebe ich weiter… und zwar in Dir. Solange Du Dich an mich erinnerst, wird das auch so bleiben. Solange Du Dich an mich erinnerst, werde ich für immer hier sein.“ Jess war sichtlich erstaunt, ob dieser Antwort. „Aber warum bist Du ganz weiß?“, wiederholte er seine Frage. „Ich entstamme Deiner Fantasie. Du stellst mich Dir so vor.“, antwortete Leslie und ihr Grinsen wurde breiter. „Das heißt, ich kann Dich immer treffen, wenn ich will?“, versichte sich Jess und als Leslie nickte, begann auch er wieder zu strahlen.
      Als er Leslie hinterher ging, während die beiden zurück zum Baumhaus schlenderten, ließ er seinen Blick über sie schweifen. Ihre Gestalt, ihre ansteckende Art zur Fröhlichkeit, alles an ihr machte ihn heiter, doch sobald die Beiden auf dem Baum saßen, erzählte ihr, dass er sich so schuldig gefühlt hatte, dass er sie nicht ins Museum mitgenommen hatte. Leslie schüttelte nur leicht den Kopf und meinte: „Es sollte so sein. Du kannst nichts dafür.“ Jess grinste immer breiter und bevor er sich versah, lehnte er sich nach vorne und küsste sie.
      Seitdem waren beide so gut wie unzertrennlich. Jess verbrachte jede freie Minute in Terabithia, um bei ihr zu sein. Letzten Endes war für ihn doch noch alles gut gegangen.



      The End
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      20.01.09: Brücke nach Terabithia
      12.02.09: The Reaping
      09.05.09: Drake und Josh-Folge
      25.08.09: Thomas in geheimer Mission
      13.12.09: Jumper

      Post was edited 1 time, last by “Karrzun” ().

      Das Ende ist irgendwie traurig, aber doch voller Hoffnung. Wenn du mich fragst, ich finde den letzten Teil sehr gut. Ist eher ein offenes Ende, aber man weiß oder kann sich vorstellen, wie es mit den beiden weitergeht. Eine sehr tolle Geschichte hast du geschrieben, BRAVO :thumbsup:

      Lg

      Webmaster
      Lass Deiner Fantasie freien Lauf ;)



      Webmaster wrote:

      Das Ende ist irgendwie traurig, aber doch voller Hoffnung. Wenn du mich fragst, ich finde den letzten Teil sehr gut. Ist eher ein offenes Ende, aber man weiß oder kann sich vorstellen, wie es mit den beiden weitergeht. Eine sehr tolle Geschichte hast du geschrieben, BRAVO :thumbsup:
      Danke. :D
      Fühle mich geehrt, dass sich das Jemand antut und es nicht gleich wegschmeißen würde. ;)

      Jetzt bist Du mit 'ner Geschichte dran. :D :P


      Gruß
      AnnaSophia Robb Fan seit 20.1.09:
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      13.12.09: Jumper
      ach, was für wegschmeißen!
      die geschichte ist sehr gut gelungen, und ich kenne noch nicht einmal den film, geschweige denn das buch!
      starke sache
      Eifersucht ist Scheiße!! Ich hasse ihn! (Nicht, er ist cool, aber ich hasse dass er sie auch liebt!)

      Die Hoffnung stirbt zuletzt. Anscheinend sind wir also jetzt am Ende angelangt. ;(

      mufuß wrote:

      ach, was für wegschmeißen!
      die geschichte ist sehr gut gelungen, und ich kenne noch nicht einmal den film, geschweige denn das buch!
      starke sache

      Ich danke Dir. :)
      Den Film solltest Du Dir unbedingt mal "antun". ;) Sie spielt ihre Rolle wirklich herausragend und hat in meinen Augen völlig zu Recht Preise dafür abgestaubt.


      Gruß
      AnnaSophia Robb Fan seit 20.1.09:
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      12.02.09: The Reaping
      09.05.09: Drake und Josh-Folge
      25.08.09: Thomas in geheimer Mission
      13.12.09: Jumper